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09.12.2016 - 04:39
Foto: Bella Lieberberg / Video: Warner Music

Saint Lu mit neuem Album und Song- Contest- Beitrag

12.02.2013, 15:30
Mit dem Soul-Song "Craving" (siehe Video) möchte die gebürtige Welserin Saint Lu für Deutschland am diesjährigen Song Contest teilnehmen. Im "Krone"-Interview erzählt die 28-Jährige, warum sie nicht für Österreich startet, was ihre markante Stimme geprägt hat und wie schwierig der Spagat zwischen Kunst und Kommerz zu bewältigen ist.

Am Freitag, dem 15. Februar, ist für die fünf österreichischen Bewerber für den Eurovision Song Contest Showtime: In der Sendung "Österreich rockt den Song Contest" treten die unterschiedlichen Interpreten gegeneinander an, um ein Ticket für die Endausscheidung in Malmö zu ergattern. Doch es gibt noch eine Österreicherin, die um die Teilnahme beim größten Musikwettbewerb kämpft: Die gebürtige Oberösterreichern Saint Lu tritt am 14. Februar gegen Künstler wie die Söhne Mannheims, Bon Ivory oder Cascada an – allerdings in Deutschland.

Doppelte Voting- Chance

Was anfangs verwunderlich klingen mag, hat einen logischen Hintergrund: "Als mich jemand aus Österreich gefragt hab, ob ich teilnehmen möchte, war die Sache in Deutschland schon fixiert", erklärt Saint Lu im "Krone"- Interview und fügt lachend hinzu: "Außerdem hat Österreich jetzt zwei Chancen – man kann ja auch für mich voten." 2007 zog die Soulstimme vom beschaulichen Oberhart bei Wels nach Berlin, um internationale Musikluft zu schnuppern. Dieser Ortswechsel ist vor allem dem Interesse an ihrer Kunst geschuldet: "Ich habe Demos an österreichische und deutsche Produzenten ausgeschickt. Ich bekam zwei Rückmeldungen aus Deutschland und keine aus Österreich."

Saint Lu fehlt in Österreich die Bereitschaft, heimische Künstler zu unterstützen: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass du in Österreich alles selber machen musst. Ich merke leider immer wieder, dass es den Support der Industrie nicht wirklich gibt. Wie soll ich das jetzt am besten sagen? Die Deutschen haben mehr Feuer und Eier." Diese Erkenntnis hielt Saint Lu in jungen Jahren aber nicht davon ab, unter ihrem bürgerlichen Namen Luise Gruber bei der zweiten Staffel von "Starmania" teilzunehmen. Ein Schritt, den sie nicht bereut: "Mir hat es viel gebracht, denn die Show hat alles aufgelistet, was ich eigentlich nicht gut finde", lacht sie, "ich lernte schnell, dass ich einen Plattenvertrag nur unterschreiben würde, wenn ich komplette Freiheit über meine Musik habe. Sonst ist das alles Wischiwaschi."

Polarisieren um des Erfolgs Willen

So schwierig wie das Pendeln zwischen künstlerischer Freiheit und "Starmania" ist auch der Zwiespalt zwischen Kunst und Kommerz. "Ich muss keine Lady Gaga sein, aber auf gewisse Weise ist es natürlich wichtig, vom Mainstream angenommen zu werden", erklärt Saint Lu. "Je größer man wird, desto mehr Feinde gibt es. Nur Künstler, die polarisieren, fallen auf oder haben wirklich etwas zu sagen."

Freiheit genießt sie jedenfalls bei der ESC- Voraussscheidung. Während die Beiträge des Bewerberfeldes in der deutschen Vorausscheidung hauptsächlich von Dance- Pop- und Singer/Songwriter- Stücken dominiert werden, sticht Saint Lu mit ihrem Soul- Song "Craving" vor allem durch ihre markante Stimme hervor und kann sich auf gutes Feedback berufen: "Das ist toll, aber ich freue mich auch, dass die Fans den Song Contest nicht als meine primäre Plattform sehen." Diese ist für Saint Lu vor allem ihr neues Album "2", mit dem sie sich weg von den gitarren- und stimmlastigen Songs in Richtung größere Breite bewegt. "Ich schreibe sehr gerne einen klassischen Popsong, verarbeite diesen aber mit analogen, dreckigen Sounds. Ein bisschen Quentin Tarantino und ein bisschen Cornflakes- Tüte", lacht sie.

Die Stimme vom Bauernhof

Ihre markante Stimme hat die Sängerin in ihrer Jugendzeit in Oberösterreich entwickelt. So wurde am heimatlichen Bauernhof einfach mal geschrien, wenn man etwas zu sagen hatte. Das habe ihre Stimme nachhaltig geprägt. "Ansonsten war es einfach Learning by Doing. Ich habe immer schon viel gesungen und ausgetestet, wie weit ich gehen kann und was funktioniert."

Davon überzeugen kann man sich am 12. April, wenn Saint Lu in der Szene Wien gastiert. Tickets erhältst du unter 01/960 96 999 oder im "Krone"- Ticketshop .

12.02.2013, 15:30
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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