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03.12.2016 - 05:15

Royal Blood lieferten Schweiß und Tränen in Wien

16.01.2015, 13:34
Von 0 auf 100 und unaufhaltsam weiter auf dem Weg nach oben. Keine Band umfasste im Vorjahr ein derartiger Hype wie das britischen Garage-Rock-Duo Royal Blood. Warum der explosive Rock 'n' Roll der beiden Jungspunde so gut funktioniert, zeigte sich Donnerstagabend in der Wiener Arena.

50 Minuten Schweiß, einen Bassisten, einen Drummer, ein paar große und ein paar durchschnittliche Rock- Songs - mehr braucht es nicht für Tränen der Glückseligkeit. Das ausverkaufte, umjubelte Konzert von Royal Blood  am Donnerstag in Wien bewies, dass erdiger, einfacher, kraftvoller Rock 'n' Roll nie sterben wird. Ob die Band den Hype um sie überleben wird, ist eine andere Sache.

Eigentlich gehen die Briten aus Brighton bloß den ausgetrampelten Weg von Led Zeppelin oder der White Stripes weiter, aber genau das dürfte ihren (unerwarteten) Erfolg bedingt haben. Es ist das Verlangen nach berauschenden Riffs, adrenalinpumpenden Drumbeats und Songs zum Ausrasten. In der Arena und bei einer Spielzeit von nicht einmal einer Stunde funktioniert der Mix hervorragend, ob Royal Blood damit auch künftig in der Arenen der Welt (man geht demnächst mit den Foo Fighters auf US- Tour) bestehen, wird sich zeigen.

Die Chancen stehen allerdings gut, zumal das Duo (noch?) mangelnde Bühnenpersönlichkeit mit harter Arbeit wettmacht und Killertracks wie "Come On Over", "Little Monster" und das furiose "Out Of The Black" im Köcher hat. Letzteres bildete am Donnerstag den krönenden Abschluss einer durchwegs guten Performance, bei der Frontman Mike Kerr mit seinem Bass eine Soundwand aufbaute, wie sie manche Gruppen mit drei Gitarristen nicht hinbekommen. Royal Blood haben den Blues, Garagenrock, Metal und das Image, keines zu haben - danke dafür.

16.01.2015, 13:34
AG/frö
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