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09.12.2016 - 05:12

"Quadrophenia" von The Who erscheint im Director's Cut

30.11.2011, 00:07
Im Jahr 1973 veröffentlichte die britische Rockgruppe The Who mit der Doppel-LP "Quadrophenia" nach "Tommy" ihre zweite Rockoper. Fast 40 Jahre später hat die Band das legendäre Konzept-Album jetzt in einer remasterten Version, im "Director's Cut" von Pete Townshend - dem Kopf der Formation - und mit bis dato offiziell noch unveröffentlichten Demo-Bändern, rechtzeitig vor Weihnachten auf den Markt gebracht.

"Für mich persönlich ist es ein epochales Album", sagte Townshend kürzlich in einem Interview über "Quadrophenia". Und weil er auf die Platte stolz sei, habe er sich auch entschlossen, sie in einer neuen Version herauszubringen - und zwar so, wie The Who wirklich gewollt haben, dass die Leute sie hören. So sei etwa Roger Daltreys Gesang in der 1973 veröffentlichten Abmischung völlig untergegangen, schreibt der inzwischen 66- jährige Mastermind und Gitarrist der Band im Buch, das Teil der opulent aufgemachten Super Deluxe Edition (Bild 2), die nicht weniger als vier CDs und eine DVD enthält, ist.

"Quadrophenia", das bei vielen Kritikern als das Meisterwerk der Who gilt, stellte eine Rückschau Townshends auf die Wurzeln der vierköpfigen Band im London der frühen 1960er- Jahre dar. Die Rockoper über einen Teenager namens Jimmy (einem Anhänger der Subkultur Mods ) auf der Suche nach Orientierung ist für Townshend das letzte echte Who- Album. Obwohl die Band bis zum Tod von Schlagzeuger Keith Moon  im September 1978 in derselben Besetzung weitermachte, hätten ihre Mitglieder nie wieder in demselben Stil zusammengearbeitet wie bei "Quadrophenia", erklärte er kürzlich in einem Interview.

Demo- Bänder als Bonus- Tracks

Aus diesem Grund hat Townshend, der zuletzt häufiger mit einem Tinnitus, der sein Hörvermögen arg beeinträchtigt, zu kämpfen hatte, den vergangenen Sommer in seinem Studio verbracht und sämtliche Aufnahmen und Aufzeichnungen durchforstet, die für "Quadrophenia" gemacht wurden. Dabei hat er sich in aller Ruhe auch die Demo- Bänder mit jenen Songs angehört, die er zwischen 1970 und 1973 für das Album geschrieben und im Alleingang (er spielte alle Instrumente selbst!) aufgenommen hatte, die es aber letztendlich nicht auf das Konzeptalbum schafften. Und entschied sich dann, die alten Aufnahmen mittels Remastering zu veredeln und mit bis dato unveröffentlichten Demo- Aufnahmen als Bonus- Tracks im Director's Cut neu zu veröffentlichen.

Vor allem die bereits erwähnte Super Deluxe Edition spielt wirklich alle Stückerl. Neben der remasterten Original- Doppel- LP auf zwei CDs enthält sie auf zwei weiteren Silberlingen insgesamt nicht weniger als 25, teils großartige und bis dato unveröffentlichte Demo- Aufnahmen, von denen bislang nur wenige bekannt waren. Zusätzlich gibt's auf einer DVD acht Songs des Original- Albums im 5.1- Surround- Sound- Mix, womit Townshend 38 Jahre nach der Erstveröffentlichung von "Quadrophenia" jetzt realisiert hat, was ihm anno 1973 aus Zeitmangel nicht gelungen war - nämlich ein echter Surround- Sound.

Liebevoll aufgemachte Luxus- Box

Die CDs und die DVD stecken in einem 100 Seiten starken Buch, das neben einem 20- seitigen Essay von Townshend tolle Fotos der Band, ein Studio- Tagebuch, das die Entstehung des Albums "Quadrophenia" detailliert nachzeichnet, sämtliche Songtexte sowie ausführliche und interessante Erklärungen zu allen Demo- Aufnahmen enthält. Etwa, dass fünf der Songs ("Quadrophenic - Four Faces", "I've Had Enough", "Sea And Sand", "Bell Boy" und "Doctor Jimmy") 2011 nachträglich mit Schlagzeug- Overdubs von Peter Huntington – er saß auch bei den Aufnahmen des 2006 veröffentlichten Who- Albums "Wire And Glass" an den Drums – versehen wurden.

Zusätzlich finden sich in der knapp zweieinhalb Kilogramm schweren Box noch ein Poster, einige Faksimile- Nachdrucke und eine Replica der Vinyl- Single "5.15"/"Water". Wem die opulente Luxus- Box zu teuer ist, dem sei die deutlich preiswertere Luxus Edition, eine Doppel- CD, die als Bonus elf der erwähnten Demo- Aufnahmen enthält, ans Herz gelegt.

Fazit: Eine Veröffentlichung, die für Fans der Who wohl so etwas wie Ostern und Weihnachten zusammen ist. Und eine wunderbare Box, die unbedingt in die Plattensammlung eines jeden Rock- Fans gehört.

9 von 10 Mods

30.11.2011, 00:07
Wilhelm Eder
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