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03.12.2016 - 06:01
Foto: Sony Music

One Direction: "Die Pause ist jetzt notwendig!"

14.11.2015, 17:00
Die populärste Boyband der Welt ist wieder da - nach ihrem gefeierten Auftritt vergangenen Frühling im Wiener Ernst-Happel-Stadion veröffentlichen die Briten One Direction mit "Made In The A.M." dieser Tage ihr fünftes Album vor der großen Pause. Warum sie jetzt einmal leiser treten, das sich im Bandcamp spätnachts tut und weshalb die Familien über alles stehen, das haben uns Liam und Louis im Interview verraten.

"Krone": Liam, Louis - der große aktuelle Aufreger ist der angebliche Kuss, den ihr euch bei einem Konzert in Birmingham gegeben habt. Was ist da passiert?
Liam Payne: Wir haben einen Song gesungen und plötzlich hat mich Louis unabsichtlich ins Gesicht geschlagen. Dann ging das Licht aus und aus Spaß bin ich ihm dann draufgehüpft - bei den Amateuraufnahmen sah das dann wie ein Kuss aus, der es nicht war.
Louis Tomlinson: Wir sind uns unglücklich reingerannt, wie es auch in Clubs oft beim Tanzen passiert.

"Krone": Euer kommendes Album "Made In The A.M." ist das erste, das ihr nach Zayn Maliks Ausstieg als Quartett gemacht habt. Was hat sich dabei für euch verändert, wie seid ihr mit der neuen Situation klargekommen?
Payne: Der ganze Korpus des Albums hat sich dadurch verändert. Dieses Album ist mehr als jedes zuvor eine Art Reise, die uns durch das letzte Jahr führte und auch zu der Pause, die wir bald in Anspruch nehmen werden. Das letzte Album war voller Stadionatmosphäre und hymnischer Songs, dieses hier verinnerlicht einfach viel mehr verschiedene Stile und es ist zeitgemäßer. Der Unterschied zu früher als Quartett zu arbeiten, war aber nicht sonderlich beträchtlich. Es nimmt ohnehin jeder von uns für sich auf und Zayn hat schon auf den alten Alben wenig mitgearbeitet. Die Dynamik war also ähnlich wie zuvor.
Tomlinson: Ich hoffe auch, dass es so aufgenommen wird, wie wir es meinen, denn es zeigt uns als Team und wie wir die letzte Zeit verarbeitet haben. Wir sind lange zusammengesessen, haben über die Ausrichtung des Albums gesprochen und jeder von uns hatte dieselben Ambitionen.

"Krone": Das Album erscheint am selben Tag wie die neue Scheibe von Justin Bieber. Macht euch das Sorgen?
Payne: Es ist ohnehin immer ein Wettbewerb, das sorgt uns nicht viel mehr als sonst. Das erste Album kam gleichzeitig mit der Scheibe von Rihanna raus, so etwas passiert eben. Damit muss man auch umgehen können. Das Album zu erarbeiten und aufzunehmen war ein so langer Prozess, dass wir einfach froh sind, es jetzt rausbringen zu können.
Tomlinson: Natürlich gäbe es vielleicht glücklichere Erscheinungstermine, aber wir machen die Alben auch für unsere Fans, das ist das Fazit unserer Arbeit. Solange die Fans glücklich damit sind, bin ich es auch.

"Krone": Durch die Koppelung habt ihr aber auch wechselseitig profitiert und euch allen wurde mehr Aufmerksamkeit zuteil.
Payne: Wir haben die letzten drei Jahre fast ohne Pause getourt, über so etwas haben wir uns nicht wirklich Gedanken gemacht.

"Krone": Auf Snapchat hat euch Justin Bieber ja fast eine Drohung ausgesprochen.
Tomlinson: Brot und Spiele - das gehört zu diesem Geschäft.
Payne: Ich glaube nicht, dass er das ernst oder böse gemeint hat. So etwas passiert manchmal einfach.

"Krone": Ihr reist über die ganzen Jahre hinweg so oft durch die ganze Welt. Fühlt sich das überhaupt noch gut an? Könnt ihr das genießen?
Tomlinson: Jeder Ort, an dem wir uns bewegen, hat etwas Besonderes für sich, aber die meiste Zeit fliegen wir wohin, spielen und fliegen weiter. Das Reisen ist trotzdem großartig, denn manchmal haben wir Zeit, um mit dem Tourbus zu fahren und uns Gebäude oder Sehenswürdigkeiten anzusehen.
Payne: Wir lieben unseren Tourbus. Zu meinen besten und schönsten Erinnerungen und Erfahrungen mit One Direction zählen neben den Shows Erlebnisse im Tourbus. Als wir noch jünger waren, waren wir da auch zwangloser.

"Krone": Was sind denn so die Highlights, die ihr auf Tour bislang erlebt habt?
Tomlinson: Da gibt es so viele. Vor allem in Australien hat es uns gut gefallen, auch die Plätze, an denen man Surfen kann - einfach großartig.
Payne: Als wir das erste Mal dort waren wusste ich noch nicht, was uns erwartet. Australien ist so weit außerhalb der restlichen Welt, dass für mich etwas Ungewissheit mitschwang, aber die Fans flippten komplett aus und waren von der ersten Note an voll dabei. Wir waren damals etwa 17, 18 Jahre alt und über uns kreisten sogar Nachrichten- Helikopter. Das war einfach irre.

"Krone": Was ist der Grund, dass das Album "Made In The A.M." heißt? Habt ihr die Songs nach dem Partymachen morgens in Katerstimmung komponiert?
Payne: Wir sind es mit unserem Songwriting- Team eigentlich gewohnt, alles in Nacht- Sessions zusammenzustellen. Viele unserer Songs wurden spätnachts geschrieben und auch aufgenommen. A.M. bezieht sich hier also ganz klar auf die Nacht und nicht den Vormittag. "Never Enough" war der letzte Song, den wir für das Album geschrieben haben und ich weiß noch genau, dass ich da einen Part hatte, wo ich laut "come on" schreien musste. Um 4 Uhr morgens habe ich losgeschrien und die Leute nebenan, die normalerweise um 7 Uhr in die Arbeit gehen, habe ich dabei aus den Federn gerissen. Das war nicht geplant, aber so ist das Album auch passiert.

"Krone": Die Single "Perfect" gehört an und für sich Harry Styles, aber auch ihr habt an der Nummer mitgeschrieben. Was ist an den Gerüchten dran, dass es darin um Taylor Swift geht?
Payne: Ich glaube nicht, dass es darum geht. Die Lyrics für den Song kamen sehr später und die Leute interpretieren immer viel rein.
Tomlinson: Natürlich schreibt jeder von uns sehr persönlich und aus seinem eigenen Erfahrungsreichtum, also wenn sich der Song wirklich darum drehen würde, würde es mich auch nicht überraschen. Könnte durchaus sein.

"Krone": Ihr habt unlängst eine längere One- Direction- Pause angekündigt, um eure Solokarriere zu forcieren. Wie wird das aussehen, was habt ihr vor?
Payne: Ich glaube, ich werde Saxofonist und nehme so ein Album auf.
Tomlinson: Wirklich? Wow! Wahnsinn! Das wusste ich gar nicht. Wir werden einfach mehr Zeit mit unseren Familien und Freunden verbringen, nach Hause gehen und einfach ganz normale Sachen machen. Wir sind tatsächlich noch ohne Plan, weil wir einfach nichts organisieren wollen.
Payne: Spaß beiseite - wir haben die letzten fünf Jahre durchgearbeitet, ich denke wir haben es uns verdient, eine Pause einzulegen, bevor irgendjemand von uns noch umkippt.

"Krone": Ihr werdet also nicht gezwungenermaßen Musik machen in der Bandpause?
Tomlinson: Selbst wenn, ist es mir zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht klar. Es ist auch für uns aufregend zu sehen, wie es jetzt weitergeht, was wir alles machen und wie wir dann hoffentlich zurückkehren werden, um ein neues Album zu machen.

"Krone": Wollt ihr vielleicht irgendetwas Spezielles machen? Eine Rucksack- Tour durch Südamerika oder so etwas in der Art?
Payne: Fallschirmspringen steht ganz oben auf meiner Liste. Wir wollen einfach mal Urlaub machen und relaxen - nach den vielen Touren in den letzten Jahren hat das für uns oberste Priorität. Wir müssen auch mal in uns gehen und die Jahre für uns rekapitulieren. Wir hatten noch nie wirklich Zeit darüber nachzudenken, was wir schon alles erreicht haben und was unsere Fans für uns alles gemacht haben. Ich will mich einfach mal hinsetzen, zurücklehnen und das alles auf mich wirken lassen.

"Krone": Könnt ihr uns etwas über das Video zur Single "Perfect" sagen und was dieser Begriff für euch bedeutet?
Payne: Das Video hat Sophie Muller gedreht, eine tolle Regisseurin, die unter anderem schon mit den Kings Of Leon und anderen coolen Bands zusammengearbeitet hat. Die Dreharbeiten war großartig, wir hatten ungefähr eine Vision davon und haben das dann gemeinsam mit ihr zu einem Ergebnis justiert. Das Video wurde in New York auf einem Dach gedreht, was wirklich cool aussah.
Tomlinson: Das Schöne an "Perfect" ist, dass wir mit dem Song nichts Spezifisches porträtiert haben. Es kann sich jeder selbst seinen Reim daraus machen.

"Krone": Haben euch Erfolge und Popularität der letzten Jahre in irgendeiner Art und Weise verändert?
Payne: Wir alle sind über die letzten Jahre hinweg erwachsen geworden und haben den Kurs des Lebens in eine bestimmte Richtung verändert. Das liegt nicht zwingend nur mit One Direction zusammen, sondern mit uns als Persönlichkeiten.
Tomlinson: Es war und ist einfach unheimlich wichtig, am Boden zu bleiben. Wir alle halten viel Kontakt mit unseren alten Freunden von daheim, das ist das Wichtigste überhaupt.

"Krone": Es ist euch aber sicher nicht mehr so einfach möglich, durch die Straßen Englands zu spazieren.
Payne: Das kommt immer darauf an, wo. In meinem Lieblings- Supermarkt erkennt mich kein Mensch, dort kann ich ganz unauffällig durch die Gänge schlendern. Außerdem gibt es dort gute Angebote.

"Krone": Wenn ihr jetzt schon von einem kommenden Comebackalbum sprecht, wird es wohl doch kein Ende für die Band geben?
Payne: Eine der schönsten Dinge an der Pause ist ja auch, dass wir dann mehr Zeit haben, um in Ruhe Musik zu machen und Songs zu schreiben. Es ist nicht so, dass wir uns gedrängt fühlten, aber wir hatten für unsere Alben einfach etwas zu wenig Zeit. Es passierte bislang alles so schnell, deshalb bin ich schon gespannt darauf, wie es uns dann in einer ganz anderen Situation damit gehen wird. Wann etwas passiert lässt sich natürlich nicht sagen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass bis zu diesem Zeitpunkt eine Menge neuer Musik geschrieben worden ist.

"Krone": Ihr geltet als die populärste Pop- Band der Welt und scheint quasi im Stakkato- Takt mühelos Rekord um Rekord zu brechen. Was hält euch am Boden, wie bleibt man in dieser Situation "normal"?
Tomlinson: Da kann ich nur an vorher anschließen - das menschliche Umfeld ist essenziell dafür. Als Pop- Star hast du wirklich einen verrückten und völlig anderen Lebensstil und deshalb brauchst du Menschen von Zuhause, die außerhalb dieser Showblase leben. Von deinen richtigen Freunden kriegst du unter Garantie auch immer die Wahrheit gesagt, sie lügen dir nichts vor und das ist extrem wichtig.
Payne: Ich versuche so oft es mir möglich ist, nachhause zu kommen, an den Platz, wo für mich alles begann. Deine Eltern und Menschen, die du seit Ewigkeiten kennst, das sind die Personen, die dich am Boden halten. Diese Leute zeigen dir auch, wie viel Glück du mit deinem Leben hast und das vorgehalten zu bekommen, tut immer wieder gut.

"Krone": Könnt ihr vier euch gegenseitig auch auf dem Boden der Realität halten?
Tomlinson: Definitiv. Nachdem wir alle dasselbe durchmachen und erleben, haben wir dahingehend natürlich eine besondere Bindung. Ich finde, dass wir in den letzten Monaten auch extrem zusammengerutscht und jetzt besser als je zuvor sind. Wir fragen uns auch immer gegenseitig nach Meinungen und akzeptieren andere Standpunkte.

14.11.2015, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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