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24.02.2017 - 18:33
Foto: Sony Music

Olly Murs war niemals besser als jetzt

22.11.2014, 17:00
Olly Murs hat mit vielen Single-Hits und großen Stadien-Touren im Fahrwasser von Robbie Williams und One Direction einen kometenhaften Aufstieg in der Pop-Welt hingelegt. Mit "Never Been Better" meldet sich der sympathische Brite nun auch auf Album-Ebene zurück und hat auch im "Krone"-Talk so einiges zu erzählen.

Zwei Jahre lang hat Olly Murs seine Fans auf ein neues Album warten lassen – kein Wunder, schließlich gehört er dank Hits wie "My Heart Skips A Beat" und "Troublemaker" mittlerweile zur ersten Riege der britischen Popstars. Und wird dementsprechend von Konzert zu Konzert herumgereicht. Sogar Pop- König Robbie Williams nahm den sympathischen Jungstar mit auf Tour – in Wien begeisterte Olly  vergangenen Sommer 65.000 Fans in der Krieau.

Besser denn je zuvor

Endlich hat er aber wieder Zeit für ein Album gefunden – und schürt hohe Erwartungen: "Never Been Better" – es war niemals besser, behauptet er mit seinem Albumtitel.  Wobei er damit nicht auf seine Musik anspielt, wie er im "Krone"- Interview erklärt: "Es ging mir noch nie in meinem Leben so gut, und das freut mich wirklich. Ich kann kaum erwarten, dass die Leute in Form des Albums an meinem Glück teilhaben können."

Auf "Never Been Better" griff Olly nicht nur auf sein bewährtes Songwriter- Trio Claude Kelly, Steve Robson und Wayne Hector zurück, sondern auch auf internationale Popstars. OneRepublic- Sänger Ryan Tedder schrieb ihm "Seasons" auf den Leib, Pop- Legende Paul Weller "Let Me In". Diese Begegnung blieb Murs besonders in Erinnerung. "Ihm hat mein Cover seines Songs 'Brocken Stones' gefallen und deshalb wollte er mit mir ein Lied schreiben."

Probleme mit der Stimme

Vor der Album- Aufnahme kämpfte der sympathische Sänger gegen Stimmprobleme. "Ich musste tatsächlich eine Stimm- Therapie machen, um sie wieder fit zu kriegen. Wenn du als Sänger deine Stimme verlierst, ist das wirklich ein verdammt schwieriger Prozess –auch psychisch. Ich habe schließlich extrem viel Einsatz in dieses Album gelegt."

Dass er vor Kurzem die magische 30 erreicht hat, hat seinen jugendlichen Enthusiasmus nicht geschmälert. "Mir kommt es so vor, dass ich mit steigendem Alter stetig an Reife verliere. Ich werde immer mehr zum Kind", lacht Olly. "Ich genieße jede einzelne Minute meines Lebens, so gut ich kann, und diese 30 ist am Ende des Tages auch nicht mehr als eine Nummer."

Notwendiges Bauchkribbeln

Abgelegt hat er auch seine anfängliche Zurückgezogenheit. "Ich bin weder arrogant noch übermäßig scheu, aber in einem Raum sitze ich lieber in der Ecke als in der Mitte. Mittlerweile weiß ich, wohin ich mich auf der Bühne bewegen muss, aber wenn du überhaupt kein Bauchkribbeln mehr hast, dann bist du im Musikgeschäft mit Sicherheit falsch."

Ärger im Paradies der Murs'schen Welt gab es nur kurzzeitig, als er medial mit Taylor Swift abrechnete. Diese hatte in einem Song die Beziehung zu Ex- Freund und One- Direction- Sänger Harry Styles verabeitet, was Styles- Freund Murs nicht ganz passte. Heute spricht er von medial gesteuerten Missverständnissen, auch virtuelle Todesdrohungen von Hardcore- Swift- Fans konnten den Sänger nicht aus der Bahn der Fröhlichkeit werfen.

Kein Groll auf Facebook

Dass es auf Facebook sogar einen "I hate Olly Murs"- Club gibt, ärgert ihn auch nicht weiter. "Die Social- Media- Welt spiegelt ja nicht die Realität wider, das gehört einfach zu meiner Karriere dazu. Man muss einfach stark bleiben und sich darauf konzentrieren, den Fans die bestmögliche Musik zu liefern. Über alles andere sollte man sich nicht allzu viele Sorgen machen."

Zum großen Glück fehlt ihm jetzt nur noch ein Sieg seines schwächelnden Fußballclubs Manchester United. "Viele haben Auf und Abs, und es wird nicht mehr lange dauern, da werden wir wieder ganz vorne mitspielen", ist er auch da optimistisch. Selbst einmal einen Fußballklub als Präsident anzuführen ist wohl der Traum jedes britischen Mannes. Wie steht's da mit Olly? "Oh Mann, die Vorstellung ist großartig, aber dafür brauchst du Millionen und Abermillionen von Pfund. Ich fühle mich übrigens sehr wohl dabei, einfach nur treuer Fan zu sein."

22.11.2014, 17:00
Robert Fröwein und Franziska Trost, Kronen Zeitung
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