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23.09.2017 - 23:17
Foto: Steve Gullick, Sony Music

Maximo Park beziehen politisch Stellung

21.04.2017, 17:00

Donald Trump, Brexit und Co. befeuern den Pop: Maximo Park, immer schon gekonnt am Grat zwischen launigen Songs und bedeutungsschweren Texten musizierend, haben mit "Risk To Exist" Stellung zu aktuellen Themen bezogen. Zugleich groovt das am Freitag erscheinende Album wunderbar. "Man kann dazu tanzen, sich aber auch Gedanken machen", betonte Sänger Paul Smith im APA- Interview.

"Die Herausforderung war, über Probleme zu sprechen, ohne die Leute niederzureden oder plakativ zu werden", betonte Smith, der sich aus seiner Heimatstadt Newcastle meldete. Aber der Reihe nach: Zunächst galt es einmal, nach einer Solotournee des Sängers, die Band wieder zusammenzutrommeln. "Wir stehen ja in ständigem Kontakt, auch wenn wir anderen Tätigkeiten nachgehen", erzählte der Engländer. "Wir plaudern ganz zwanglos über neue Ideen, wenn wir uns zwischendurch treffen."

Empathie und Solidarität

Irgendwann hat man sich dann gegenseitig Songfragmente vorgespielt. "Eines meiner Demos, aus dem dann das Lied 'I'll Be Around' wurde, kam besonders gut an. Das Stück ist ein wenig funkiger, die Texte handelten von Solidarität - auf privater und politischer Ebene. Dieser Song hat das Album definiert. Empathie ist das zentrale Thema und es gibt einige groovige Nummern."

Aufgenommen wurde in einer Livesituation im Loft der Band Wilco in Chicago. "Eigentlich haben wir bisher jede Platte so begonnen, dass wir gemeinsam im Studio musizierten. Aber dann haben wir stets einzeln weiter gearbeitet, Schichten aufgetragen und die Lieder verfeinert. Das hat zwar gut funktioniert, aber diesmal wollten wir das anders machen, weil das diesen Songs entgegenkam."

Musik und Fußball

Von der Umgebung waren Smith und seine Kollegen angetan: "Wilcos Loft ist ein sehr kreativer Raum, man kann herumhängen, sich Essen hinbestellen, man kann Fußball schauen, aber auch Musik machen. Man fühlt sich dort wohl." Außerdem hatte man in Chicago "Zugriff" auf eine Bläsersektion, Kollegin Mimi Parker von Low steuerte Backing- Vocals bei. "Ihre eindringliche Stimme passt gut zu den Botschaften der Solidarität."

Auch der Zeitpunkt für die Arbeit in den Staaten stimmte, wie Smith betonte: "Während wir in Chicago waren, wurde in Amerika gewählt. Was passt, weil es ja irgendwie doch ein politisches Album geworden ist." Über die aktuelle politische Situation sagte der Sänger: "Man fühlt sich angesichts der Spaltung sehr hilflos. Es heißt derzeit 'wir gegen die anderen', es gibt keinen Mittelweg mehr. Alles ist nur noch schwarz und weiß. Es geht nicht mehr darum, Themen ernsthaft und seriös zu diskutieren, sondern nur noch um Skandale - egal, auch welcher Seite."

Schmerzender Brexit

Auf die Reise in die USA angesprochen, konnte sich Smith einen gewissen Sarkasmus nicht verkeifen: "Wir wollten ins Ausland, so lange wir noch dürfen." Der Schmerz nach dem Brexit- Referendum sitzt tief. "Natürlich braucht es Reformen und Veränderungen in der EU. Aber es ist doch ein wichtiges Zeichen, Teil einer friedlichen europäischen Gemeinschaft zu sein. Die EU ist eine gute Basis, auf der man aufbauen kann. Der Brexit hat die Türen für den Hass geöffnet."

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