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03.12.2016 - 07:51
Foto: Ryan Burchfield

Limp Bizkit rocken auf "Gold Cobra" wie in alten Zeiten

01.07.2011, 17:18
Es kommt der Moment im Leben eines jeden Fans, in dem er sich von über die Jahre liebgewonnenen Bands verabschieden muss. Im Falle von Limp Bizkit und mir hatte dieser Moment einen Namen: "Behind Blue Eyes". Die unsägliche Coverversion des "The Who"-Klassikers war jedoch lediglich der traurige Höhepunkt einer innerlichen Abkehr, die bereits mit dem Vorgängeralbum "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water" begonnen hatte.

Meine Trauer hielt sich demnach in Grenzen, als Gitarrist Wes Borland Ende 2001 der Band – das erste Mal - den Rücken kehrte. Als Mitte 2008 die ersten Gerüchte über ein mögliches Comeback- Album der Nu- Metal- Kombo aus Florida aufkeimten, blieb ich ebenfalls skeptisch. Schließlich hatten weder das 2003 veröffentlichte Album "Result May Vary" (Stichwort: "Behind Blue Eyes") ohne Wes, noch dessen 2005er- Nachfolger "The Unquestionable Truth" ohne Drummer John Otto, der während der Aufnahmen anstatt im Studio in einer Drogenentzugsklinik weilte, bleibenden Eindruck hinterlassen.

Jetzt, 2011, verspricht die Band um Frontmann Fred Durst, soll jedoch vieles anders und wieder besser werden. Nicht nur, weil "Gold Cobra" das erste Limp- Bizkit- Album mit neuem Material seit sechs Jahren ist, sondern vor allem, weil Fred, Wes, John, Sam und DJ Lethal erstmals seit "Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water" wieder glücklich auf einem Album vereint sind. Noch viel wichtiger für einen ehemaligen Fan wie mich vielleicht aber ist, dass Limp Bizkit  wieder (fast) wie früher klingen.

Zugegeben: An die brachiale musikalische Gewalt und die Verspieltheit ihres Erstlingswerks "Three Dollar Bill, Yall$" reichen die 13 neuen Songs zwar nicht heran, dafür wird auf die für Fred zuletzt so typischen gesanglichen Marotten wie die weinerliche Stimme und das allzu offensichtliche Anbiedern mit dem Mainstream ("My Way") aber weitgehend verzichtet. Stattdessen treten wieder – ganz wie zu "Significant Other"- Zeiten - satte Riffs, dicke Beats und rollende Raps in den Vordergrund. Und das nicht zu knapp.

Genau hinhören, was der mittlerweile 41- Jährige mit der roten Baseballkappe als Markenzeichen da so von sich gibt, muss man freilich immer noch nicht, beschränken sich die Texte doch auf mehr oder minder peinliche Plattitüden, prollige Party- Reime und das für Rapper so typische Mackergehabe. Doch wenn Fred wie auf "Get Live" einen seiner Schreianfälle bekommt, so locker- lässig wie auf "Shark Attack" über den Beat "flowt" und der Bass wie auf "Gold Cobra " aus den Boxen pumpt, dann, ja dann werden Erinnerungen an die guten alten Nu- Metal- Tage und persönliche Hits wie "Counterfeit", "Indigo Flow" oder "Break Stuff" wach.

Ob es den Nu- Metal- Ikonen von einst damit gelingen mag, einen fast schon in Vergessenheit geratenen Musikstil wieder aufleben zu lassen und ganz nebenbei auch noch neue Fans zu gewinnen, bleibt abzuwarten. Bereits kommenden Dienstag lässt sich diesbezüglich vielleicht mehr sagen, dann geigen Fred und Co. nämlich im Wiener Gasometer auf. All jene, die sich dieses Live- Spektakel nicht entgehen lassen wollen, können noch Karten kaufen (siehe Infobox). Ich werde jedenfalls da sein und mich mit einem hoffentlich breiten Grinsen im Gesicht über die Rückkehr meiner Jugendidole freuen. Oder um es mit den Worten von Limp Bizkit zu sagen: "Bring it back!"

01.07.2011, 17:18
ser
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