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10.12.2016 - 03:17

Jan Delay verwandelt Gasometer in Großraum- Disko

03.10.2014, 00:20
Jan Delay, der Mann, der so wunderschön näselt wie kein anderer, hat am Donnerstagabend die Gasometer-Halle in Wien in eine Großraum-Disko verwandelt. Mit dem neuen Rock-Album "Hammer & Michel" im Gepäck, seiner Band Disko No. 1 und in gewohnt glamouröser Montur brachte er das überwiegend junge Publikum mit Rock, Hip-Hop sowie Reggae schnell zum Tanzen.

Delay und seine insgesamt elf Mitstreiter (Band, eine dreiköpfige Horn Section und der Background- Chor, die DeLaydies) starteten ihren Wien- Auftritt mit "Liebe", dem Opener von "Hammer & Michel", dem vierten Studioalbum des Hamburgers. "Klar", "Wacken" mit Reggae- Intro, sowie eine Coverversion von Das Bos "Türlich, türlich" verbrämt mit dem Riff des Cameo- Welthits "Word Up" folgten.

Viel neues, aber auch altes Material

Routiniert und druckvoll spielten sich Delay und Disko No. 1 durch viel neues (etwa "Hertz 4", "Action", "Sie kann nicht tanzen"), aber auch altes Material ("Die Sonne, die scheint", "Oh Jonny"). Dass auf seiner aktuellen Platte nach Reggae, Funk, Soul und Hip- Hop Rock angesagt ist, war nicht zu überhören. Der 38- jährige hatte sein Publikum praktisch von der ersten Nummer an im Griff und verwandelte das Gasometer rasch in eine Großraum- Disko.

Immer wieder streuten Delay und seine perfekt eingespielten Mitstreiter geschickt wohlbekannte Riffs von Rock- Klassikern - etwa "Whole Lotta Love" (Led Zeppelin), "Paradise City" (Guns 'n' Roses) oder Lenny Kravitz' "Are You Gonna Go My Way" - zwischen die Songs ein. Als Zugaben gab es "Disko", "Hoffnung" und die neue Hymne "St. Pauli" zu hören, dann war nach knapp zwei Stunden kurz vor 23 Uhr endgültig Schluss.

Der Sound ließ zu wünschen übrig

Das Konzert hätte wohl das Prädikat großartig verdient, wäre da nicht der suboptimale Sound in der Halle gewesen. Ob es an der Tonanlage im Gasometer oder am Mann hinter dem Mischpult gelegen hat, ist unklar. Fakt ist: Delays markantes, näselndes Organ ging über weite Strecken im Soundbrei fast völlig unter - an ein Verstehen der Texte war praktisch nicht zu denken. Den Fans des 38- jährigen Deutschen dürfte es trotzdem gefallen haben.

03.10.2014, 00:20
Wilhelm Eder
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