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10.12.2016 - 09:08
Foto: Warner Music

Indie- Hoffnung Coasts haben Hunger auf Erfolg

19.01.2016, 17:00

"Es gab keine Einschränkungen, keine Vorbehalte. Wir haben einfach wild herumexperimentiert". Für eine Band kann die Arbeit am Debüt unterschiedlichste Ausformungen annehmen. Bei Coasts gab es vielleicht sogar göttliche Hilfe. "Es war Ende eines Sommers, da entstand unser Sound in einer Kirche", erläutert Schlagzeuger Ben Street.

Das britische Quintett bietet auf dem in einem zum Studio umfunktionierten Gotteshaus eingespielten Album eine Mischung aus Indie- Fragmenten, reichlich Pop- Appeal und auf Stadiongröße gezimmerten Refrains. Immerhin gibt es klar definierte Ziele. "Wir wollen sicher eine große Band werden", hält Sänger Chris Caines gegenüber der APA fest. Das hört man Stücken wie "Oceans", "A Rush Of Blood" oder "Wolves" auch an. "Man denkt die ganze Zeit darüber nach: Ist diese Passage gut genug, oder was ist mit der? Aber irgendwann muss man eine Entscheidung treffen und weiter machen", sinniert der Musiker über den Entstehungsprozess.

Die Jagd nach Publikum

In Großbritannien hat das gefällige Liedgut jedenfalls schon eine ordentliche Fanbasis. "Die Songs werden mit neuem Leben erfüllt, wenn die Fans sich damit befassen. Sie haben dann eine ganz eigene Beziehung zu diesen Stücken", so Caines. "Darum machen wir Musik: Es ist eine kathartische Erfahrung. Wir gehen auf die Bühne, geben 100 Prozent und bekommen die Energie des Publikums zurück. Das ist wunderbar." Und es mache immer noch Spaß, sich neue Anhänger zu "erspielen". "Natürlich ist das in anderen Ländern noch nicht so. Aber wir mögen es, die Leute auf unsere Seite zu ziehen."

Auch die Platte hat man keineswegs alleine fabriziert, holten Coasts dafür doch gleich eine Handvoll Produzenten wie Eliot James, Mike Spencer, Mark Crew oder Fraser T. Smith ins Studio. "Ich weiß, das ist ganz schön viel", lacht Street. "Aber wir wollten da einfach modern arbeiten. Es hat Sinn gemacht mit diesen Leuten, wir haben sehr viel von ihnen gelernt. Es war jedes Mal eine andere Herangehensweise." Und auch der voluminöse Sound sei "eine bewusste Entscheidung" gewesen, wie Caines nachschiebt. "Die Refrains waren immer schon ziemlich euphorisch, daher passte das gut. Wir bauen aber auch ruhigere Momente im Vers ein, und dann explodiert es plötzlich."

Alles auf eine Karte

Was das Verhältnis von Talent, Arbeit und Glück betrifft, zeigen sich Coasts als Realisten. "Wir sind sehr ehrlich, diese Herangehensweise merken die Zuhörer auch", glaubt Caines, während sein Bandkollege festhält: "Ein großer Teil ist sicher harte Arbeit. Wir sind wahrscheinlich nicht die besten Instrumentalisten, aber wir sind immer dran geblieben. Ausdauer ist das Um und Auf. Natürlich haben unsere Songwriter Chris und Liam (Willford, Anm.) auch viel Talent. Und dann sind es noch 20, 25 Prozent Glück. Das braucht jeder." Schließlich sei auch bei ihnen lange nicht alles rund gelaufen. "Aber aufgeben kam nicht infrage. Wir haben keinen Plan B", bekräftigt Caines.

Ein weiterer Nebeneffekt des mittlerweile erreichten Status seien natürlich die Reisen, die man für Konzerte oder Promotion unternehmen könne. "Natürlich macht das Spaß. Wir kommen an Orte, die wir sonst wohl nicht zu Gesicht bekommen hätten", schmunzelt der Sänger. "Aber es kann auch sehr anstrengend sein, wenn du etwa zehn Stunden oder länger in einem Van sitzt und zum nächsten Konzert fährst". In der Zwischenzeit kann man ja den Social- Media- Auftritt der Band pflegen. "Das ist einfach wichtig geworden. Wir taten uns damit lange schwer", sagt Caines, "weil wir nicht zu der Generation gehören, die damit aufgewachsen ist. Aber mittlerweile funktioniert es recht gut."

Geheimnisvoll

Eine gewisse Distanz zu den Fans ist der Band aber wichtig. "Ich mag es, wenn Künstler sich ein Mysterium bewahren und nicht alles von sich Preis geben", ergänzt der Sänger. "Ich muss schließlich nicht wissen, wann jemand joggen geht oder was er zum Frühstück hatte." Coasts wollen stattdessen also doch lieber die Musik in den Fokus rücken.

19.01.2016, 17:00
AG/red
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