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29.03.2017 - 18:07

Grünes Licht für AC/DC- Konzert am Flughafen Wels

08.04.2010, 13:52
Aufatmen heißt es für AC/DC-Fans: Das Land Oberösterreich hat grünes Licht für das am 22. Mai auf dem Welser Flugplatz geplante Konzert der australischen Kult-Hardrocker gegeben. Nach den vom Veranstalter angekündigten Schutzmaßnahmen erteile die Naturschutzabteilung des Landes keine Weisung gegen den positiven Bescheid der Stadt, erklärte der zuständige Landesrat Manfred Haimbuchner.

Seit Monaten steht das geplante Konzert- Großereignis im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Tierschützer befürchteten eine Gefährdung seltener Vogelarten auf dem rund 115 Hektar großen Gelände des Flughafens Wels, wo der Gig steigen soll.

Zahlreiche Maßnahmen geplant

Nach langem Hin und Her kann das Konzert nun unter bestimmten Schutzmaßnahmen stattfinden. So soll etwa nur ein Zehntel des Geländes für den Auftritt der Band genutzt werden. Zusätzlich soll die Veranstaltungsfläche abgesperrt werden, um die Brutstätten der bedrohten Tiere nicht zu gefährden. Wie der Veranstalter erklärte, werde das mit einem schalldämpfenden und blickdichten Zaun geschehen, um die Irritation der Vögel möglichst klein zu halten. Die Absperrungen würden zudem streng bewacht, um Zuseher am Betreten anderer Teile des Flughafens zu hindern.

Unabhängig von dem Trubel um das Konzert will die Naturschutzabteilung des Landes ein Unterschutzstellungsverfahren für den Flugplatz einleiten. Damit sollten der letzte Teil der Welser Heide und die Population des Brachvogels nachhaltig geschützt werden, so Haimbuchner.

Grüne: "Maßnahmen schärfstens kontrollieren"

Kritik kam von den Grünen: Es sei fraglich, ob die angekündigten Schutzmaßnahmen ausreichend sind, so deren Klubobmann Gottfried Hirz. Sie müssten schärfstens kontrolliert werden. Grundsätzlich sei es erfreulich, dass die Naturschutzbehörde des Landes ein Unterschutzstellungsverfahren einleiten will. Damit werde eine langjährige Forderung der Grünen aufgenommen, erklärte Hirz.

Bisher keine Bomben ausgegraben

Neben den Befürchtungen der Tierschützer sorgten auch Hinweise auf mögliche Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände für Wirbel. An zwei Stellen werden in vier Metern Tiefe 250 Kilogramm schwere Bomben vermutet. Außerdem könnten zwei Meter unter der Erde Splitterbomben mit je rund zehn Kilo liegen.

Seit Dienstag wird an den verdächtigen Stellen gegraben. Die Arbeiten sollen etwa zwei Wochen dauern. Gefunden wurde bisher zwar nichts, aber die Stadt Linz hat sich bereits als Ersatzstandort für das Konzert angeboten.

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