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10.12.2016 - 04:12
Foto: EPA (Archivbild)

Gaga machte die Stadthalle zum Pop- Vergnügungspark

19.08.2012, 10:50
Der "Born This Way Ball" hat am Samstagabend in der ausverkauften Wiener Stadthalle seine Pforten geöffnet. Unter diesem Motto ging dort der dritte Wien-Auftritt des US-Megastars Lady Gaga über die Bühne. Bei den über 14.000 Besuchern kam die schrille 26-Jährige erwartungsgemäß gut an. Der mehr als zweistündige Auftritt, der von Dance-Pop, Techno bis hin zur Kitschrock-Ballade alles bot, war umjubelt.

Bis kurz nach 21 Uhr hieß es erst einmal ein behäbiges Klassikgedudel vom Band in der tropischen Halle zu ertragen. Doch dann gab der Vorhang endlich das lila bestrahlte Gruselschloss frei. Zum dritten Song "Born This Way" bekam man den Grund, warum die Show in Indonesien verboten wurde, auch in Wien zu sehen. Denn da ließ sich die Sängerin von einer übergroßen Vagina gebären.

Das war es dann aber schon mit der Provokation, der Rest war eine professionelle Perfomance mit zwölf Tänzern und einer Musikauswahl, die jedem Vergnügungspark gut anstehen würde. Die Bühne wurde dabei zum sechseckigen "Monster Pit" erweitert, in dessen Innerem eine privilegierte Hundertschaft während der mehr als 20 Songs ihr Dasein fristen durfte. Die meisten der Anwesenden konnten es vom Kleidungsstil her übrigens nicht mit "Mother Monster" - so nennt sich Gaga auf Twitter - aufnehmen. Schrille Erscheinungen waren in der Halle D eher die Ausnahme und vor allem unter den "Monster Pit"- Insassen auszumachen.

Mit toller Stimme und Österreich- Fahne

Doch zurück zu Lady Gaga, dem Star des Abends, der als in gelbem Kunststoff gekleidete "Nofretete" zu "Born This Way" über die Bühne wirbelte. Mit jedem Song schien Gaga das Outfit zu wechseln oder zumindest zu verändern. Mit ihren Tänzern schien sie eher nicht so gut zu harmonieren, da war Vorbild Madonna schon besser. Das machte aber gar nichts, denn beim Song "Bloody Mary" fuhr Gaga dann ohnehin auf elektrisch betriebenen Rollen im fußlangen weißen Kleid die Bühne entlang. Die Musiker waren indessen dezent im Schloss untergebracht - und es war fraglich, wie viel sie mit der Musik zu tun hatten, denn einiges vom Sound kam eindeutig vom Band.

Mit orange gefärbten Haaren gab Gaga sich dem recht begeisterten Publikum dafür als gut gelaunte Entertainern, zog ein von diesem ihr gereichtes blaues Hemd samt grüner Plastik- OP- Haube an. Nach einer Stunde dann am Motorrad sitzend, wo sie die Ballade "Princess Die" allein am E- Piano spielte: Hier zeigte sie ihre unleugbaren stimmlichen Qualitäten. Dafür kam danach "You and I", eine etwas einfallslose Kitschrock- Nummer. Danach rannte Lady Gaga mit rot- weiß- roter Fahne durch die Gegend.

"Ihr habt mich erschaffen"

Ansprachen gab es einige zwischen dem Mix aus Dance- Pop und Techno- Rock, den das gagaische Werk umfasst: "Ihr habt mich erschaffen", meinte die Lady etwa zum Publikum. Ebenso, dass man dieselben Hoffnungen teilen würde; und dass sie eine Invasion der Erde plane. Zu "Americano", mit Mariachi- Gitarren am Anfang, trug Gaga dann ein kurzes Kostüm mit Steaktextur und tanzte mit einem Spielzeug- Maschinengewehr. Eine als Braut verkleidete Tänzerin erschoss am Ende des Songs ihren Bräutigam - einer der etwas albernen Teile der Show.

Die Schlussoffensive begann dann mit den großen Hits wie "Poker Face" oder "Alejandro". Das euphorische Publikum wurde abschließend noch als "Geschenk und Inspiration" bezeichnet und bekam zwei Songs als Zugabe serviert. Ein sehr konventionelles, aber doch für Begeisterung sorgendes Konzert ging so nach mehr als zwei Stunden zu Ende.

19.08.2012, 10:50
AG/red
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