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28.06.2017 - 08:01
Foto: Warner Music

Dance- Popper Frida Gold entstauben den Eurodance

24.06.2013, 20:48
In Deutschland sind die Indie-Dance-Popper Frida Gold schon seit ihrem Debütalbum "Juwel" eine große Nummer. Nun folgt das neue Werk "Liebe ist meine Religion", mit dem Frontfrau Alina Süggeler und Co. auch den Durchbruch im deutschsprachigen Raum schaffen wollen. Im "Krone"-Interview spricht die Sängerin über Religion, den viel kritisierten Eurodance und die Schwierigkeiten beim Vermischen von Berufs- und Privatleben.

"Wovon sollen wir träumen" hieß der Song, mit dem Frida Gold vor etwa zwei Jahren der Durchbruch in der deutschen Heimat gelang. Das Lied wurde schlussendlich zum Titelsong der Frauenfußball- WM 2011 gekürt und verhalf damit nicht nur der Band, sondern auch der charismatischen Frontfrau Alina Süggeler zu flächendeckender Bekanntheit. Die 28- Jährige sitzt seit damals regelmäßig in der Jury für die deutsche Song- Contest- Vorentscheidung, ohne das aber besonders stark auszunutzen. "Die Arbeit am neuen Album war mir wichtiger, als dort groß Kontakte zu knüpfen. Zumal die Musikszene in Deutschland ohnehin überschaubar ist."

Fortbildung bei großen Namen

Mit dem neuen Album "Liebe ist meine Religion" klingen Frida Gold glamouröser und breitflächiger als zuvor und haben erstmals mit internationalen Songwriter- Schwergewichten wie Guy Chambers (u.a. Robbie Williams) oder Rick Nowels (u.a. Lana Del Rey) gearbeitet. "Das war für uns wie eine Art von Fortbildung. Wir wollten sehen, ob wir uns mit solchen Größen messen können, stark genug für die Herausforderung sind. Das war unheimlich beflügelnd für uns. Mit Chambers sind wir jetzt noch in Kontakt, und er hat uns sogar zu seiner 25- Jahre- Hochzeitsfeier eingeladen", erklärt Süggeler.

Für die Albumaufnahmen haben aber auch Frida Gold selbst weite Wege auf sich genommen, sie sind einerseits vom Ruhrgebiet nach Berlin übersiedelt und haben andererseits für die Aufnahmen auch drei Wochen in einem Strandhaus in L.A. gewohnt. Mit dem hippen Ruf der deutschen Hauptstadt hatte die Umsiedlung aber nichts zu tun, erklärt Süggeler: "Wir bekamen einfach eine sehr schöne Wohnung samt Studio angeboten, da konnten wir einfach nicht nein sagen. Andi (Weizel, Bassist, Anm.) und ich hatten damals in der Entstehungsphase unseres ersten Albums noch als Paar zusammengewohnt."

Kein Platz für Egos

Mittlerweile sind die Sängerin und der Bassist wieder reine Berufskollegen. War das Weitermachen nach dem privaten Ende nicht schwierig? "In der ersten Phase natürlich schon", erklärt Süggeler, "wir wussten aber von Anfang an, dass die Beziehung und die Band auf Dauer schwierig werden könnte, waren uns aber genauso immer im Klaren, dass Frida Gold Vorrang haben würde. Dazu gehört viel Arbeit. Man darf keine Egos aufkommen lassen und muss respektvoll miteinander umgehen. Was uns in der Beziehung gefehlt hat, haben wir in einer erfüllten Freundschaft wiedergefunden."

Die Liebe ist der rote Faden durch alle Bereiche von Frida Gold. So ist auch die erste Singleauskoppelung "Liebe ist meine Rebellion" benannt, bei der die Band auf ein Sample der legendären 90er- Jahre- Eurodance- Band Gala zurückgegriffen hat. "Bei Frida Gold würde ich nie eine Musikrichtung ausschließen", sagt Süggeler, "ganz egal, was derzeit gehypt ist oder verschrien wird. Wir sind auf diesem Album nicht nur echter und ehrlicher, sondern haben auch so viel Spaß wie nie zuvor."

Tanz auf zwei Hochzeiten

Süggeler selbst tanzt aber weiterhin auf mehreren Hochzeiten, schließlich ist sie in Szenekreisen auch als Model für Chanel und Diesel Black Gold bekannt und wurde vom Zoo Magazine als "Golden Girl Of German Pop Music" bezeichnet. "Die Mode ist ein nettes Beiwerk, aber das war es dann auch schon. Ich mache das, wenn es zeitlich passt oder mich ein Konzept überzeugt. Sollte sich das mit der Musik einmal zu stark überschneiden, ist klar, wohin ich tendiere. Mein Herz schlägt für Frida Gold." Vielleicht auch bald live in Österreich. Konzerte für 2014 sind geplant.

24.06.2013, 20:48
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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