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10.12.2016 - 02:08
Foto: Universal Music

Andreas Gabalier nahm in Musik- City Nashville auf

16.02.2013, 17:00
Österreichs derzeit populärster Musiker, Andreas Gabalier, erfüllte sich selbst einen Traum und nahm Teile seines neuen Albums in Nashville auf. Die "Krone" hat den Steirer in das klingende Zentrum der Musik begleitet und mit ihm über Kindheitserinnerungen, das besondere Feeling der Stadt und Zukunftsperspektiven gesprochen.

Schon der Flieger verrät, wohin die Reise geht. Die Gepäckfächer sind voll mit Gitarren- und Geigenkoffern. Next Stop: Nashville, die Stadt von Country und Rock 'n' Roll. In der Luft schwirren Musik – und große Träume. Auf der Honkey Tonk Row, dem blinkenden, brodelnden Klangzentrum der Stadt, wurden schon viele Stars entdeckt. Von früh bis spät spielen hier Bands zwischen Touristen und alternden Cowboys mit der Hoffnung, irgendwann den großen Hit zu landen.

Mit der Krachernen in Nashville

Der große Hit ist Andreas Gabalier schon längst gelungen. Er ist es gewohnt, dass ihm die Massen zujubeln, wenn er in der Krachernen die größten Bühnen entert. Doch auch er kommt mit einem Traum nach Nashville – nur weiß Andreas ganz genau, dass sich seiner erfüllen wird.

"Mein Papa hatte im Wohnzimmer eine riesige Schallplattensammlung, die bei Feiern immer aufgelegt wurde. Ich bin groß geworden mit Country- und Rock- Musik, mit Johnny Cash, Elvis, Tina Turner, Status Quo und vielen mehr", erinnert er sich im "Krone"- Interview in der Stadt, in der so viele Legenden allgegenwärtig sind. Die Aufregung, den Spuren seiner großen Idole zu folgen, ist ihm anzusehen.

Jahrmarktstimmung

Gleich am ersten Abend zieht es ihn mitten hinein in den Trubel der Music City. Burger und Bier im Hard Rock Cafe und dann ein Spaziergang durch das rockende Treiben. "Voll geil, das ist ein bisschen wie ein Jahrmarkt", lacht er. "Die Bands in den Bars sind alle unglaublich gut. Aber wir müssen früh ins Bett – schließlich sind wir zum Arbeiten hier." Denn genau das ist der Traum, den sich Gabalier erfüllt. Er nimmt hier auf – genau da, wo die Songs der größten Stars der Welt entstanden sind.

Weitab von Nashvilles touristischer Glitzerwelt, im Nachbarort Franklin, köchelt die Musik ganz wunderbar vor sich hin: Die Sound Kitchen (Klang- Küche) gilt als eines der besten Aufnahmestudios der Music City. Die heißesten Stars stehen hier Schlange, um einen Termin zu bekommen – Bruce Springsteen, Taylor Swift, 3 Doors Down, Dolly Parton. Die Wände der "Küche" hängen voll mit signierten Tellern. "Vielen Dank! Ich bin jetzt ein großer Junge", hat zum Beispiel Sir Cliff Richard nach den Aufnahmen auf seiner Töpferware hinterlassen. Gleich beim Eingang begrüßt eine Gitarre von Johnny Cash die Besucher der Kitchen – ihm ist sogar ein eigener Aufnahmeraum gewidmet.

Ehrenhafte Ganslhaut

Für ein paar Tage gehören diese "Heiligen Hallen des Sounds" Andreas Gabalier. "Als ich hier reingekommen bin, hat's mir richtig die Ganslhaut aufgezogen", gesteht er. "Alleine das 96- Kanal- Mischpult ist ein Wahnsinn, davon gibt's vielleicht eine Handvoll auf der Welt. Wenn man dafür einen Vergleich sucht: Es gibt Hunderttausende Hochhäuser, aber nur ein Empire State Building", jubelt er mit kindlicher Begeisterung. "Es ist eine unglaubliche Ehre, hier aufnehmen zu dürfen. Wenn man nicht gerade Kid Rock oder Taylor Swift heißt, kommt man da nicht rein. Hier gibt es endlose Wartezeiten."

Doch auch in der Kitchen selbst heißt man den ungewöhnlichen Gast aus der Ferne herzlich willkommen. Der Volks- Rock- 'n'- Roller ist für die Top- Profis hier etwas völlig Neues. Von der Live- DVD des Alpen- Elvis sind sie begeistert. Vor allem die fast drei Jahre alte Tochter des Produzenten Aaron verschaute sich in unseren Export. "Seit Tagen geht ihr der Ohrwurm ,I sing a Liad für di' nicht aus dem Kopf", hat er Gabalier verraten. Und bedankt sich, wie es in Nashville Sitte ist: "Komm, ich schreibe einen Song für dich." – "Wie geil ist denn der. Wir haben gerade einmal zehn Minuten Pause, und der schreibt schnell mal ein Lied für mich", kann es Gabalier gar nicht fassen. "Ich wurschtle wochenlang umatum – und er schüttelt schnell eins raus."

Luxus in der Küche

Er selbst hatte natürlich auch einige neue Songs im Gepäck – auf die sich das gesamte Team und die Musiker gewissenhaft vorbereiten. "Die wussten ja auch nicht, was sie von diesem Steirerbuam erwartet. Aber sie waren begeistert", strahlt Gabalier. Der besondere Luxus, den Musiker in der Sound Kitchen suchen, ist die Möglichkeit, alles live einzuspielen – und nicht jedes Instrument einzeln in den Computer zu bannen. "So kann man das Live- Feeling super einfangen. Bei uns ist das kaum möglich, weil es viel zu teuer ist. Zum Glück konnten wir uns jetzt nach dem dritten Album diesen Luxus leisten."

Nach Nashville kam er nicht nur, um einen speziellen Sound einzufangen – er wagt auch einen neuen Schritt in seiner Karriere. "Ich habe immer mehr Anfragen von Fans bekommen, ob ich nicht auch auf Englisch singen möchte." Also hat er nun ein paar "Liadln" zu Songs gemacht – die Produzenten der Sound Kitchen geben ihm dafür den Feinschliff und bessern kleine grammatikalische Ungenauigkeiten und sprachliche Feinheiten aus – nur den charmanten Schwarzenegger- Akzent können sie ihm wohl nicht abgewöhnen.

Europa reicht völlig

Vier Tage lang genießt es Gabalier, mit den größten Musik- Köchen der Welt am Herd zu stehen. Dann hebt der Flieger ab Richtung Heimat – dorthin, wo er wieder der große Superstar ist. "Es war ein einmaliges Erlebnis, und ich möchte diese Erfahrung nicht missen", resümiert er nach einer aufregenden Woche. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern ist sein Traum in Nashville wahr geworden – und er ist glücklich, wieder in seiner Realität angekommen zu sein. Amerika will er nicht erobern. "Dort gibt es ein Überangebot an Musikern, es dort zu schaffen ist sicher nicht leicht. Wir sind nach Nashville gefahren, um eine neue Klangfarbe zu finden." Und das ist ihm sicher gelungen.

Andreas Gabalier ist 2013 auch auf großer Open- Air- und Hallen- Konzerttour (alle Termine findest du in der Infobox). Karten für die Konzerte bekommst du unter 01/960 96 999 oder im "Krone"- Ticketshop .

16.02.2013, 17:00
Franziska Trost, Kronen Zeitung/frö
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