Foto: APA/EPA/SRDJAN SUKI

Wollte Ecclestone Mercedes nicht im TV sehen?

28.09.2015, 09:48
Liegt es an Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, dass Mercedes am Sonntag beim Grand Prix von Japan kaum im Fernsehen zu sehen war? Ecclestone sei angeblich sauer, da Mercedes sich weigert, Red Bull 2016 mit Motoren zu beliefern. Didi Mateschitz und seine "Bullen" drohen seitdem mit dem Ausstieg. Nun könnte Ecclestone den Befehl gegeben haben, die Silberpfeile im Fernsehen kaum zu zeigen. Beim siegreichen Formel-1-Team wunderte man sich nach dem Doppelsieg von Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Suzuka über mangelnde TV-Präsenz.

Die Regie wird von "Formula One Management", einer Firma von Ecclestone, geführt. Alle TV- Sender und auch die Teams in der Boxengasse bekommen nur dieses Signal und können auf die Bilder keinen Einfluss nehmen.

Auch die Garagen der Teams waren sehr selten zu sehen. Angeblich will Ecclestone bei Sponsoren- Flächen in den Garagen mitverdienen. Bisher geht das Geld hauptsächlich an die Teams. "Es ist immer sehr schwierig, Bernie zufrieden zu stellen", erklärt Mercedes- Motorsport- Chef Toto Wolff.

Silberpfeile kaum zu sehen

In der Tat war vor allem von Hamilton,  der nach seinem Überholmanöver gleich zu Beginn gegen den von der Poleposition gestarteten Rosberg allein vorneweg fuhr, kaum etwas zu sehen. Auch das Duell Rosbergs  mit Ferrari- Pilot Sebastian Vettel  auf den beiden weiteren Plätzen wurde von der Regie eher selten gezeigt. "Ich war nicht sicher, wo wir während des Rennens waren", meinte Wolff nach dem Großen Preis am Sonntag, "ich musste auf die Zeittafeln schauen, weil man die Autos auf der Strecke ja nicht sehen konnte".

Teamaufsichtsratschef Niki Lauda  kündigte deswegen ein Gespräch noch in dieser Woche mit Formel- 1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone an. "Im Moment kann ich nicht viel sagen, aber es war lustig: Selbst beim Boxenstopp hat man Lewis, den Führenden, nur noch beim Herausfahren gesehen." Wie die Räder an Hamiltons Wagen gewechselt wurden, habe man nicht gezeigt, meinte Lauda, der als Experte für den deutschen Privatsender RTL arbeitet.

28.09.2015, 09:48
AG/red
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