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Rosberg nach Regen- Chaos auf der Poleposition

23.07.2016, 16:13

Nico Rosberg hat eine von vielen Unterbrechungen und schwierigen Bedingungen geprägte Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn gewonnen! Der Formel- 1-Vizeweltmeister ließ bei der Jagd nach der Poleposition am Samstag seinen Mercedes- Stallkollegen Lewis Hamilton sowie Red- Bull- Pilot Daniel Ricciardo gerade noch hinter sich. Heftiger Regen sowie mehrere Unfälle sorgten für vier Rote Flaggen. Für Rosberg war es die 26. Pole in seiner Karriere, womit er mit dem Finnen Mika Häkkinen, seinem Kindheitsidol, gleichzog. In der ewigen Bestenliste bedeutet das nun Platz neun.

"Es ist wirklich gut gelaufen für mich. Am Ende habe ich eine richtig gute Runde erwischt. Die hat richtig gepasst", freute sich der Deutsche,  der seinen Vertrag bei Mercedes  vor zwei Tagen bis 2018 verlängert hatte. Das Ausscheidungsverfahren war wegen heftigen Regens zunächst um 20 Minuten verspätet begonnen worden. Weil der Regen dann ein Comeback gab und zudem Marcus Ericsson, Felipe Massa  und Rio Haryanto von der Strecke rutschten, wurde die erste Phase viermal mittels Roter Flagge unter- bzw. letztlich abgebrochen. Die drei Piloten blieben offenbar unverletzt.

Munteres "Reifen wechsel‘ dich"- Spiel

Im Q2- Segment hatte sich das Thema Regen erledigt, die Bedingungen wurden nach und nach besser. Es begann ein munteres "Reifen wechsel‘ dich"- Spiel, eine Bestzeit hatte in dieser Phase nur kurz Bestand. Hamilton  blieb als Zehnter gerade noch über dem Strich, der die Elimination bedeutet hätte. Daneben ging das Timing bei Ferrari- Pilot Kimi Räikkönen,  der es als 14. im zweiten Durchgang nicht in den finalen Abschnitt schaffte.

Rosberg: "Was für ein Wahnsinns- Qualifying!"

Dort lieferte Weltmeister Hamilton zunächst die Benchmark, doch seine Zeit wurde letztlich von seinem ewigen Rivalen noch um 0,143 Sekunden unterboten. Weil infolge eines Drehers von Fernando Alonso  wenige Momente vor Ablauf des Q3 eine Gelb- Phase angezeigt war, herrschte zunächst Unklarheit. Hamilton befand sich in direkter Nähe von Alonso und wurde auf seiner letzten Runde im Gegensatz zu Rosberg dadurch entscheidend aufgehalten. "Was für ein Wahnsinns- Qualifying. Die Bedingungen waren kreuz und quer", sagte der Quali- Sieger.

Viereinhalb Stunden nach der Chaos- Quali waren dann auch die letzten Zweifel an der "Pole" Rosbergs beseitigt. Die Rennkommissare stellten ihre ohnehin erst spät aufgenommenen Ermittlungen gegen den Formel- 1-Spitzenreiter ein und sprachen ihn damit vom Vorwurf frei, seinen Mercedes auf der entscheidenden Runde unter gelben Warnflaggen nicht ausreichend verlangsamt zu haben. "Die Telemetrie hat gezeigt, dass der Fahrer seine Geschwindigkeit in Kurve acht deutlich verringert hat", urteilten die Streckenrichter. Zum Leidwesen von Hamilton…

Hamilton: "Habe Pech gehabt, aber diese Dinge passieren"

Für den heuer fünffachen Saisonsieger Rosberg ist es nach 2014 die zweite Poleposition auf dem Hungaroring, wo er im Rennen noch nie besser als Vierter war. Der Deutsche liegt in der WM- Gesamtwertung derzeit einen Punkt vor Hamilton. Der versprach für den Sonntag (14 Uhr/live im sportkrone.at- Ticker) einen Angriff, obwohl Überholen hier schwierig ist. "Ich habe mich gut gefühlt auf meiner letzten Runde und war vier Zehntel vorne. Ich habe Pech gehabt, aber diese Dinge passieren", meinte der 31- Jährige.

Ricciardo:  "Uns hat die Gelbe Flagge auch geschadet"
Auf der kurvenreichen Strecke bei Budapest ist die Motorenleistung nicht so gefragt wie auf vielen anderen Formel- 1-Schauplätzen, daher dürfen sich auch die Mercedes- Herausforderer Red Bull  und Ferrari Hoffnungen machen. Im Vorjahr gewann Sebastian Vettel  hier sein zweites Rennen für Ferrari nach Malaysia, 2014 hatte Daniel Ricciardo die Nase vorne gehabt. Der Australier startet am Sonntag von der dritten Position, auch er war in Q2 knapp vor dem Aus gestanden. "Uns hat die Gelbe Flagge auch geschadet. Ich war ziemlich verärgert auf dieser letzten Runde", sagte Ricciardo.

Hinter ihm landete sein Red- Bull- Teamkollege Max Verstappen,  Vettel folgte auf Platz fünf. Der Vierfach- Champion kritisierte danach erneut den Reifenhersteller Pirelli, diesmal wegen angeblich nicht tauglicher Regengummis, die das Aquaplaning nicht verhinderten.

Das Ergebnis:
1. Nico Rosberg (GER)         Mercedes          1:19,965 Min.
2. Lewis Hamilton (GBR)       Mercedes          1:20,108
3. Daniel Ricciardo (AUS)     Red Bull             1:20,280
4. Max Verstappen (NED)     Red Bull             1:20,557
5. Sebastian Vettel (GER)     Ferrari              1:20,874
6. Carlos Sainz jr. (ESP)       Toro Rosso        1:21,131
7. Fernando Alonso (ESP)     McLaren- Honda  1:21,211
8. Jenson Button (GBR)        McLaren- Honda  1:21,597
9. Nico Hülkenberg (GER)      Force India        1:21,823
10. Valtteri Bottas (FIN)       Williams             1:22,182 (in Q3)
11. Romain Grosjean (FRA)    Haas                 1:24,941
12. Daniil Kwjat (RUS)          Toro Rosso         1:25,301
13. Sergio Perez (MEX)         Force India         1:25,416
14. Kimi Räikkönen (FIN)        Ferrari               1:25,435
15. Esteban Gutierrez (MEX)  Haas                  1:26,189
16. Felipe Nasr (BRA)            Sauber               1:27,063 (in Q2)
17. Joylon Palmer (GBR)        Renault               1:43,965
18. Felipe Massa (BRA)         Williams               1:43,999
19. Kevin Magnussen (DEN)   Renault               1:44,543
20. Marcus Ericsson (SWE)    Sauber               1:46,984
21. Pascal Wehrlein (GER)      Manor                1:47,343
22. Rio Haryanto (INA)          Manor                 1:50,189 (in Q1)

23.07.2016, 16:13
AG/red
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