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Red Bulls Motorsportchef Marko schlägt Alarm

27.02.2014, 10:32
Red Bull läuft die Zeit davon. Das überragende Formel-1-Team der vergangenen Jahre steht unter Druck, denn nur noch vier Testtage stehen dem österreichisch-englischen Rennstall bis Sonntag in Bahrain zur Verfügung, um die anhaltenden technischen Probleme vor dem Saisonauftakt am 16. März in den Griff zu bekommen. Motorsportchef Helmut Marko ist deshalb beunruhigt und schlägt Alarm. "Nicht einmal zehn Millionen Euro würden unsere Probleme lösen", sagte er zur "Bild".

Marko sieht die Konkurrenten, vor allem Mercedes, im Vorteil. "Die sind uns einen großen Schritt voraus, haben schon Langstreckentests mit dem neuen Auto machen können. Wir müssen bis Australien und wahrscheinlich noch darüber hinaus zittern. Erfreulich ist das alles nicht", so Marko.

Die Schwierigkeiten bei Red Bull sind nicht nur, aber auch dem neuen Antriebsstrang von Renault geschuldet. Alle Teams, die vom französischen Hersteller mit den neuen 1,6- Liter- Turbomotoren beliefert werden, haben bei den vergangenen Tests Probleme bekundet, die größten aber Red Bull - wohl auch, weil Designguru Adrian Newey einen sehr aggressiven Zugang beim Verbau des Triebwerks gewählt hat.

Das Hauptproblem von Red Bull war bisher die Kühlung. Der erste viertägige Test Ende Jänner in Jerez verlief katastrophal, der zweite in Sakhir immer noch nicht gut. Insgesamt 116 Runden drehten Serienweltmeister Sebastian Vettel und sein neuer australischer Teamkollege Daniel Ricciardo vergangene Woche in der Wüste - deutlich weniger als die Rivalen Mercedes (315), McLaren (296) oder Ferrari (287).

Mercedes und Ferrari im Vorteil

Die Herstellerteams Mercedes oder Ferrari haben den Vorteil, bei den radikalen Neuentwicklungen für diese Saison nicht auf einen externen Motorenpartner angewiesen zu sein. "Beim nächsten Test werden wir stärker sein", versprach Rob White, der Chef der Motorenabteilung von Renault. "Wir haben eine Liste von Problemen, die wir durchtesten werden - je nach Priorität."

Die bisherigen Tests seien aber alles andere als nach Wunsch verlaufen. "Wir sind hinter dem Zeitplan", gestand White. "Und wir geben zu, dass es einige Zeit dauern wird, die volle Leistung aus der Antriebseinheit herauszubekommen." Sein an der Rennstrecke hauptverantwortlicher Ingenieur Remi Taffin formulierte es im Hinblick auf den Saisonstart in Australien so: "Wir werden fahren können, aber mit welcher Performance, ist offen."

Vettel fehlten bei seinen Ausfahrten vergangene Woche fünf Sekunden auf die Schnellsten. Bei Ricciardo waren es deren sechs auf den Mercedes- Piloten Nico Rosberg, der sogar bereits eine Quali- Simulation absolvierte. Am Donnerstag und Freitag wird erneut der Australier Ricciardo im RB10 sitzen, an den beiden abschließenden Testtagen ist es Vettel.

27.02.2014, 10:32
AG/red
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