Poleposition für Rosberg, Crash von Hamilton

19.07.2014, 15:12
Mercedes-Pilot Nico Rosberg nimmt sein Heimrennen am Sonntag in Hockenheim aus der Poleposition in Angriff. Der WM-Leader war am Samstagnachmittag im Qualifying nicht zu schlagen. Sein Stallrivale und WM-Verfolger, der Brite Lewis Hamilton, kam dagegen nach einem Unfall in der ersten Phase des Qualifyings nicht über Platz 16 hinaus.

Rosberg war in allen drei Quali- Phasen der Schnellste, rettete nach einer mäßigen Schlussrunde aber nur 0,219 Sekunden auf den Finnen Valtteri Bottas über die Linie. Der Williams- Pilot hatte zuletzt bereits mit Podestplätzen in Österreich (3.) und Großbritannien (2.) überzeugt. Dritter wurde sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa.

Das Red- Bull- Duo Daniel Ricciardo und Weltmeister Sebastian Vettel musste sich bei 33 Grad Luft- und 55 Grad Streckentemperatur hinter McLaren- Youngster Kevin Magnussen mit den Plätzen fünf und sechs begnügen und wird den Grand Prix aus der dritten Startreihe in Angriff nehmen. Für den Renntag sind Abkühlung und möglicherweise auch Gewitterschauer angekündigt. "Es würde mich nicht stören, wenn es anfängt zu regnen", verriet Vettel.

Q1 nach Hamilton- Crash unterbrochen

Die erste Phase (Q1) des Qualifyings musste für einige Minuten unterbrochen werden, als Hamilton in der Sachskurve heftig in die Streckenbegrenzung krachte (kleine Bilder). Bei 33 Grad Lufttemperatur hatte sich eine Bremsscheibe rechts vorne an seinem Mercedes verabschiedet.

Der 29- jährige Brite stieg aus eigener Kraft aus dem Boliden, muss das Rennen am Sonntag (Start um 14 Uhr) aber vom 16. Startplatz aus in Angriff nehmen. "Im 21. Jahrhundert dürfen keine Bremsscheiben mehr brechen", kritisierte Mercedes- Motorsportchef Toto Wolff. Zumal das Produkt erst in der Früh neu angebracht worden und sogar verstärkt worden war.

Der Angriff Hamiltons auf Rosberg war damit jäh gestoppt. In der WM liegt der Engländer nach neun von 19 Rennen nur vier Punkte hinter dem Spitzenreiter. "Natürlich hätte ich lieber einen Kampf ausgetragen mit Lewis. Daher bin ich nicht ganz so glücklich. Aber für mich ist es sehr gut gelaufen", erklärte Rosberg nach dem Qualifying.

Bereits fünfte Saison- Pole für Rosberg

Für Rosberg ist es die neunte Pole Position seiner Karriere, die fünfte in dieser Saison und die vierte in den vergangenen fünf Rennen. Bei Hamiltons Heimsieg zuletzt in Silverstone war der Deutsche aber selbst mit Getriebeschaden ausgeschieden. "Bei uns gibt es Drama und Glorie. Das liegt alles sehr eng beisammen", sagte Wolff. "Jetzt haben wir unseren einzigen Krieger da vorne."

Hamilton muss das Feld von noch weiter hinten aufrollen. Startplatz 20 (weil das Getriebe gewechselt werden musste, wurde er nachträglich um fünf Startplätze zurückversetzt)  ist sein schlechtester in dieser Saison. Der Brite humpelte nach seinem Einschlag, bei dem Kräfte bis zu 30 G wirkten, leicht und suchte zur Sicherheit auch das medizinische Zentrum auf. Sein Start im Rennen soll aber nicht gefährdet sein. "Ich habe leichte Schmerzen. Das ist bei so einem Unfall aber normal", meinte Hamilton, der ein anderes Bremsfabrikat als Rosberg verwendet.

Wolff: "Hamilton kann aufs Podium kommen"

"Die Knie sind aneinandergeschlagen, aber er ist in Ordnung", versicherte Wolff. "Er darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Wenn es für ihn gut läuft, kann er immer noch aufs Podium kommen." Zumal Mercedes trotz des Verbotes vernetzter Fahrwerke immer noch über das schnellste Auto verfügt. In den Rennen, in denen sie ins Ziel gekommen sind, waren die Silberpfeile bisher immer Erster oder Zweiter.

"Die Verbindung der Aufhängung vorne mit der Aufhängung hinten (FRIC, Anm.) war schon ein großer Bestandteil am Auto. Es sieht aber so aus, als ob wir immer noch die Schnellsten sind", meinte Rosberg zufrieden. Der 29- Jährige, der vergangene Woche seine Langzeit- Freundin Vivian Sibold geheiratet hat, greift am Sonntag nach seinem vierten Saisonsieg. In seinem Heimrennen in Deutschland schaffte er es bisher noch nie auf das Podest.

Ergebnis des Qualifyings:

Rang Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1 Nico Rosberg Mercedes 1:17,631 1:17,109 1:16,540
2 Valtteri Bottas Williams 1:18,215 1:17,353 1:16,759
3 Felipe Massa Williams 1:18,381 1:17,370 1:17,078
4 Kevin Magnussen McLaren 1:18,260 1:17,788 1:17,214
5 Daniel Ricciardo Red Bull 1:18,117 1:17,855 1:17,273
6 Sebastian Vettel Red Bull 1:18,194 1:17,646 1:17,577
7 Fernando Alonso Ferrari 1:18,389 1:17,866 1:17,649
8 Daniil Kwjat Toro Rosso 1:18,530 1:18,103 1:17,965
9 Nico Hülkenberg Force India 1:18,927 1:18,017 1:18,014
10 Sergio Perez Force India 1:18,916 1:18,161 1:18,035
11 Jenson Button McLaren 1:18,425 1:18,193
12 Kimi Räikkönen Ferrari 1:18,534 1:18,273
13 Jean- Eric Vergne Toro Rosso 1:18,496 1:18,285
14 Esteban Gutierrez Sauber 1:18,739 1:18,787
15 Romain Grosjean Lotus 1:18,894 1:18,983
16 Lewis Hamilton * Mercedes 1:18,683 ohne Zeit
17 Adrian Sutil Sauber 1:19,142
18 Jules Bianchi Marussia 1:19,676
19 Pastor Maldonado Lotus 1:20,195
20 Kamui Kobayashi Caterham 1:20,408
21 Max Chilton Marussia 1:20,489
22 Marcus Ericsson Caterham ohne Zeit

* wegen Getriebewechsel auf Startplatz 20 zurückversetzt

19.07.2014, 15:12
AG/red
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