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Leise F1- Motoren stoßen Veranstaltern sauer auf

18.03.2014, 09:48
Die deutlich leiser gewordenen Formel-1-Motoren stoßen einigen Veranstaltern sauer auf. "Es ist klarer Vertragsbruch", klagte Australien-Chef Ron Walker nach dem Auftaktrennen in Melbourne gegenüber der Zeitung "The Age", dass der matte Sound der neuen 1,6-Liter-Turboaggregate ein Geschäftsrisiko darstelle. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat Verständnis für die Sorgen.

Der Brite hat schon vor der Einführung wenig von der neuen und gegenüber den V8- Triebwerken deutlich leiseren Motorengeneration gehalten. "Es macht mich traurig, jetzt zu erleben, dass ich recht hatte", sagte Ecclestone. Nach dem Australien- Grand- Prix meldeten sich einige Veranstalter bei Ecclestone mit ähnlichen Befürchtungen. Luca di Montezemolo habe noch nie so viele E- Mails mit Klagen über den erbärmlichen Sound erhalten, berichtete Ecclestone nach einem Telefonat mit dem Ferrari- Chef.

Veranstalter befürchten finanzielle Einbußen

"Das ist nicht das, wofür wir bezahlt haben", polterte Walker, Chef der Australian Grand Prix Cooperation und kündigte eine "Änderung" an, notfalls sogar juristisch. Man befürchtet, dass zu wenige Zuschauer angelockt werden könnten, damit zu wenig Eintrittskarten verkauft werden und so finanzielle Einbußen drohen.

Letztlich würden damit auch die Teams weniger Geld erhalten, warnte Ecclestone. Er könne nicht ausschließen, dass die Veranstalter die Formel- 1-Verträge nun neu verhandeln wollen. Selbst wenn es keine rechtlichen Ansatzpunkte gebe, müsse man die Situation auch von der moralischen Seite her sehen. "Wenn du Erdbeermarmelade kaufst und Erdnussbutter bekommst, bist du verärgert."

Wenig Gegenliebe auch bei den Fahrern

Auch bei den Fahrern stößt der Sound der neuen Motoren auf wenig Gegenliebe. Weltmeister Sebastian Vettel sprach etwa von einem "Staubsauger im Hintergrund". Man muss allerdings auch wissen, dass die australischen Organisatoren jedes Jahr mit der Regierung um das sehr beliebte, aber schwer defizitäre Rennen verhandeln. Walker: "Man muss Nachfrage schaffen, und ein Teil davon ist, dass die Leute das Geräusch von Rennwagen lieben."

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