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Lauda knallhart: "Die neue Formel 1 ist peinlich!"

01.11.2016, 22:00

Der dreifache Weltmeister Niki Lauda verrät im Interview mit der "Krone", was er von Sebastian Vettels Ausraster beim Grand Prix von Mexiko (siehe Video oben) hält - und warum sich in der Königsklasse kein Mensch mehr auskennt!

Das Kopfschütteln über die Ausraster von Vettel  beim Mexiko- GP hält an. Der Deutsche hat sich bei Renndirektor Whiting zwar umgehend für seinen Funkspruch "Fuck off, Charlie" entschuldigt. Die FIA  bereitete zwar zunächst ein Verfahren gegen den vierfachen Weltmeister vor, der schon im Training Fernando Alonso  als "Idioten" bezeichnet hatte, doch letztlich ließ FIA- Boss Jean Todt  Milde walten. "Ich verstehe nicht, wo die Fahrer die Zeit hernehmen, um so herumzuschimpfen", wundert sich Dreifach- Champion Niki Lauda,  "die neue Formel 1 ist peinlich."

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Vettels Whiting- Beschimpfung für Lauda erledigt

Auch wenn der Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes- Teams die Sache mit Whiting für erledigt ansieht: "Vettel hat sich entschuldigt, damit kann man das auf sich beruhen lassen." Der Ursprung für Vettels Ausraster ließ auch bei Lauda die Kappe hochgehen: Max Verstappen.  Mit dem Rempler gegen "seinen" Piloten Nico Rosberg  in der ersten Kurve. "Damit hätte er fast in den WM- Kampf eingegriffen."

Max Verstappen
Foto: GEPA

Nicht- Bestrafung von Hamilton  eine korrekte Entscheidung
Dass Verstappen für den Abkürzer im Duell gegen Vettel eine Fünf- Sekunden- Strafe bekam, während Lewis Hamilton für seinen Ausritt in dieselbe Wiese ungeschoren davonkam, ist für Lauda korrekt: "Lewis hat sich verbremst, ist dann geradeaus gefahren. Er hat sich keinen Vorteil verschafft - er war vorher Erster und er war danach Erster."

FIA-Präsident Jean Todt und Race Director Charlie Whiting
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"Da kennt sich doch keiner mehr aus!"

Und auch die Strafe für Vettel, der Daniel Ricciardo  geschnitten hatte, hat ihre Gültigkeit: "Charlie Whiting hat die Regel so hineingeschrieben: Man darf beim Anbremsen nicht von einer Seite auf die des anderen fahren." Aber: "Man muss aufhören, Regeln zu schreiben, die man immer wieder anders interpretieren kann. Da kennt sich doch keiner mehr aus!"

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Dass Vettels Strafe erst Stunden später feststand, hält auch Lauda für "absurd! In Mexiko war das Chaos deutlich." Beim Strategiemeeting beim Finale in Abu Dhabi sollen die Regeln entstaubt werden. Viel Spaß, Charlie!

01.11.2016, 22:00
Stefan Burgstaller, Kronen Zeitung
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