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Hamilton darf jubeln! Sieg in Monza bestätigt

06.09.2015, 18:04
Lewis Hamilton darf seinen Sieg in Monza behalten. Zweieinhalb Stunden nach dem Ende des GP von Italien kam am Sonntag die Entscheidung des Motorsport-Weltverbandes, dass es trotz des zu geringen Reifendrucks am Mercedes des Briten keine Strafe gibt. Einige Teams hatten ganz klar die Disqualifikation des Siegers gefordert.

Die Entscheidung der FIA -Stewards wurde damit begründet, dass die Reifen- Heizdecken am linken Hinterrad von Hamiltons Mercedes zum Messzeitpunkt nicht unter Strom standen, weshalb bei ihm der Reifendruck etwas niedriger war als bei der Konkurrenz. In Zukunft solle es aber zwischen Reifenhersteller Pirelli und der FIA Gespräche geben, die eine eine klarere Regelung der Mess- Protokolle zulasse, hieß es.

Bei Ferrari wollte man die Sache nicht groß kommentieren. "Ich kann nur sagen, dass unsere Autos legal waren", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Rennen, obwohl ein Ausschluss Hamiltons den ersten Ferrari- Heimsieg seit 2010 bedeutet hätte.

Vettel hätte "geschenkten" Sieg nicht wollen

Der zweitplatzierte Sebastian Vettel  wäre über einen "geschenkten" Sieg aber ohnehin nicht besonders erbaut gewesen. "Das Podium ist so geschehen, wie wir eingelaufen sind. Deswegen nehme ich den zweiten Platz mit. Am Ende wären es um einige Punkte mehr oder weniger, es ändert aber unterm Strich nicht so viel", gab sich der Ferrari- Pilot diplomatisch.

Zwei Wochen nach den Reifenplatzern von Spa stand Reifenhersteller Pirelli jedenfalls erneut im Mittelpunkt von Diskussionen. Die FIA hatte vor dem Start des Rennens im linken Hinterreifen des Hamilton- Mercedes einen zu geringen Reifendruck von 0,3 psi festgestellt. Dies wird prinzipiell als Wettbewerbsvorteil gewertet.

Lauda: Keine Absicht

Mercedes- F1- Aufsichtsratchef Niki Lauda  betonte in Monza, dass dies keinesfalls absichtlich passiert sei und plädierte für einen Toleranzbereich. Außerdem sei nicht geklärt, wann genau der Reifendruck gemessen werden soll. Der 40. GP- Sieg Hamiltons bedeutet, dass er nun nur noch einen Sieg hinter Vorbild Ayrton Senna liegt und in der WM sieben Rennen vor Schluss bereits 53 Punkte Vorsprung auf seinen am Sonntag ausgeschiedenen Mercedes- Teamkollegen Nico Rosberg hat.

Bemerkenswert ist dennoch, dass das Dokument 48, mit dem die FIA am Sonntag von den Messergebnissen informierte, um 15.04 Uhr Ortszeit und damit noch während des Rennens herausgegeben wurde. Damit konnten die Teams also noch reagieren.

Mercedes tat dies auch, indem man Hamilton anwies, schneller zu fahren und nicht im Funk darüber zu sprechen. Bei Ferrari beteuerte Arrivabene, dass er erst nach dem Rennen von Journalisten informiert worden sei.

Das Ganze kommt wenige Wochen vor der Entscheidung, wer künftig der exklusive Reifenausstatter der Formel 1 wird. Neben Pirelli hat sich auch Michelin beworben. Die Franzosen posteten noch am Sonntag ein humoristisches und an einen Queen- Hit angelehntes Musik- Video mit dem Titel "Check your pressure" (Prüfe deinen Reifendruck).

06.09.2015, 18:04
AG/red
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