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04.12.2016 - 11:17

Zwei Drittel auch in Freizeit für Chef erreichbar

30.03.2010, 13:37
Der Arbeitsplatz frisst sich bei den allermeisten Berufstätigen über Handy und PC immer weiter in das Privatleben. Zwei Drittel der Berufstätigen sind inzwischen außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar, ergab eine Umfrage im Auftrag des deutschen Branchenverbandes Bitkom unter 1.000 Personen.

Ein Drittel der deutschen Erwerbstätigen ist demnach sogar am Abend oder am Wochenende erreichbar. Ein weiteres Drittel ist zu festgelegten Zeiten per Internet oder Telefon auch außerhalb der Arbeitszeit für den Arbeitgeber da. Die restlichen 32 Prozent der Berufstätigen sind in ihrer Freizeit nur in Ausnahmefällen oder gar nicht per Internet oder Handy erreichbar.

Unterschiede bei der Erreichbarkeit gibt es bei Männern und Frauen. Während fast drei Viertel (73 Prozent) der berufstätigen Männer außerhalb der normalen Arbeitszeiten per Handy oder E- Mail erreichbar sind, sind es bei den Frauen "nur" 59 Prozent.

"Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen"

"Die neuen Kommunikationsmittel bringen es mit sich, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen", meinte Bitkom- Präsident August- Wilhelm Scheer zu dem Ergebnis. Beschleunigt werde der Trend durch den Erfolg moderner Smartphones, die an praktisch jedem Ort die Bearbeitung beruflicher E- Mails und das Surfen im Internet ermöglichen.

Der Verband rät dazu, klare Regelungen zur Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitern zu treffen. Unter anderem solle festgelegt werden, wann und aus welchem Anlass der Mitarbeiter erreichbar sein soll.

Für Mehrheit gelten klare Regeln

Nach den Ergebnissen der Umfrage existieren bei der Mehrheit der Befragten (56 Prozent) bereits entsprechende Vereinbarungen. Bei 34 Prozent der Berufstätigen gibt es Vereinbarungen im Rahmen einer individuellen Absprache mit dem Vorgesetzten. Bei 22 Prozent gibt es eine Vorgabe des Arbeitgebers für alle Mitarbeiter. Allerdings gibt es bei immerhin bei 41 Prozent der Berufstätigen keine klaren Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber.

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