Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
10.12.2016 - 17:16
Foto: thinkstockphotos.de

Wer sein Handy am Steuer benutzt, muss es abgeben

28.09.2016, 06:30

Drei Viertel der Unfälle auf italienischen Straßen werden von Ablenkung durch Smartphones verursacht. Das Problem hat damit eine bisher nicht geahnte Dimension angenommen, geht aus einer Studie des Automobilverbands ACI hervor. Mit strengeren Kontrollen, der Beschlagnahmung von Smartphones und mit Kampagnen zur Steigerung des Problembewusstseins will Italien das Phänomen nun bekämpfen.

In Turin werden Smartphones und Tablets von Autofahrern, die Unfälle verursacht haben, beschlagnahmt. Damit soll festgestellt werden, ob der Lenker unmittelbar vor dem Unfall mit dem elektronischen Gerät hantiert hat. In Florenz sind Zivilstreifen im Einsatz, um Autofahrer mit Smartphones in der Hand zu erwischen und zu bestrafen. In Bari werden Lasergeräte eingesetzt, die Bilder von Autofahrern mit Smartphones in der Hand schießen. Mit dem sogenannten Telelaser sind Strafen dann garantiert.

30.094 Strafen wurden zwischen Jänner und Ende August dieses Jahres auf den italienischen Straßen eingehoben, weil Autolenker mit dem Handy in der Hand unterwegs waren. Das sind 26,6 Prozent mehr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015. "Mit einem massiveren Einsatz der Telelaser werden sich die Strafen jedoch drastisch vermehren", heißt es seitens der Polizei nach Angaben der in Rom erscheinenden Tageszeitung "La Repubblica". Verkehrssicherheitsexperten drängen die Smartphone- Produzenten, ein System einzuführen, das die Nutzung der Geräte während der Fahrt einschränkt. Die Hersteller wehren sich jedoch dagegen.

E- Mails, Selfies und Chatten am Steuer

Früher diente das Handy allenfalls zum Telefonieren, doch mit zunehmender Digitalisierung und verbesserter Technik sind die Geräte zum ständigen Begleiter von Autofahrern geworden. Immer mehr Autofahrer verschicken SMS, lesen E- Mails, chatten auf Sozialen Netzwerken oder machen Selfies. Dabei richten sie mehrere Sekunden lang den Blick von der Straße, was oft dramatisch endet. "Zehn Sekunden ohne auf die Straße zu schauen: Bei 40 km/h fährt man circa 110 Meter, dabei kann alles Mögliche geschehen", warnte der Sicherheitsexperte des Automobilverbands, Enrico Pagliari.

Der ACI startet eine Kampagne für mehr Sicherheit am Steuer. "Wenn Ihr mit 100 km/h fährt, schließt Ihr die Augen?", lautet der Slogan der Kampagne, die zum Großteil im Internet geführt wird. Damit will man vor allem Autofahrer unter 26 Jahre - die eifrigsten Smartphone- Nutzer - ansprechen. Die Polizei steht der Initiative eher skeptisch gegenüber. Ähnliche Kampagnen in anderen europäischen Ländern hätten bisher wenig gebracht.

28.09.2016, 06:30
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum