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10.12.2016 - 02:48

Verschmutzen die Umwelt: Kritik an Apple- Zulieferern

01.09.2011, 13:22
Zulieferer des US-Technologiekonzerns Apple in China verschmutzen einem Bericht mehrerer Umweltschutzgruppen zufolge sehr stark die Umgebung und gefährden damit die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Apple wisse, dass bei der Herstellung seiner iPhones und iPads "enorme Mengen" von giftigen Abfällen anfielen, habe sich aber bisher nicht um die Folgen gekümmert, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Demnach suchten die Umweltschutzgruppen fünf Monate lang nach Beweisen und fanden 27 "mutmaßliche" Zulieferer des Konzerns, die sich die laxen Regeln in der Volksrepublik zunutze machten und die Umwelt "mehr oder weniger stark" verschmutzten. Apple selbst gibt die Namen seiner Zulieferer nicht preis, wie eine Sprecherin sagte.

In dem Bericht wird etwa die Firma Meiko Electronics in Wuhan im Zentrum des Landes genannt, die Apple vermutlich mit Leiterplatten beliefert. Der See Nantaizi in der Nähe der Fabrik sei stark mit Schwermetallen verseucht. Ein weiteres Beispiel ist ein Werk des Apple- Zulieferers Foxconn in der nördlichen Provinz Shanxi, wo die Anrainer wegen der Abgase oft ihre Fenster geschlossen halten müssten. Auch die Firma Win Technology wird aufgeführt, die für Apple die berührungsempfindlichen Bildschirme für das iPhone 4 liefert.

Apple lenkt offenbar doch ein

Einer der Verfasser des Berichts ist das Institut für Umweltfragen (IPE), gegründet vom Umweltschutzaktivisten Ma Jun, der 2006 vom "Time"- Magazin zu den hundert einflussreichsten Persönlichkeiten gewählt worden war. Ma sagte AFP, vielen Chinesen sei gar nicht bewusst, dass die Fabrik, neben der sie wohnten, für Apple produziere. Apple habe nie versucht, mit den Betroffenen zu reden. Nun habe der Konzern aber in Gespräche mit dem IPE eingewilligt. Die Apple- Sprecherin sagte, der Konzern verlange von seinen Zulieferern sichere Arbeitsbedingungen, eine respektvolle Behandlung der Beschäftigten und die Berücksichtigung des Umweltschutzes.

01.09.2011, 13:22
AG/red
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