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08.12.2016 - 05:41
Foto: Capcom Interactive

Teure Handyspiele: Apple ändert Passwortsystem

11.03.2011, 10:25
Apple hat die Beschwerdeflut empörter Eltern zur Kenntnis genommen und im neuen Betriebssystem iOS 4.3 umgesetzt, dass jedes Mal die Eingabe des Passworts nötig ist, um in einer App einen Einkauf zu tätigen. Damit soll vor allem verhindert werden, dass Kinder über iPhone-Spiele - wie "Smurfs' Village" (zu Deutsch "Schlumpfdorf") im Bild - unwissentlich hohe Rechnungen auftürmen.

Zahllose Handyspiele sind zwar kostenlos herunterladbar, wer aber den vollen Umfang auskosten oder schneller vorankommen möchte, muss kleine Verbesserungen kaufen - damit die Spielfigur länger arbeitet, mehr virtuellen Gewinn abwirft oder sich rascher weiterentwickelt. Gerade Kinder sind versucht, die bunten Upgrades zu kaufen, ohne zu verstehen, dass es sich dabei um echtes Geld handelt - schließlich gibt es in den meisten Spielen auch noch eine In- Game- Währung.

Bisher war es über Apple- Geräte möglich, einen solchen Kauf per Bildschirmberührung zu tätigen. Zwar musste eigentlich bei jedem Kauf das iTunes- Passwort eingegeben werden, aber nur, wenn es in den letzten 15 Minuten nicht verwendet worden war. Da viele Eltern selbst etwas über das iPhone kauften und ihren Sprösslingen daraufhin unvorsichtigerweise das Gerät zum Spielen überreichten, türmten sich bei einigen schon bald hohe Rechnungen. Bei manchen Spielen wie "Smurfs' Village" ist es möglich, mit nur einem Klick über 70 Euro auszugeben.

Staatsanwaltschaft untersucht hohe Kosten

Dieser Mechanik setzt Apple mit dem iOS 4.3 nun ein Ende, berichtet die "Washington Post"  - für jeden Kauf muss künftig das Passwort eingegeben werden. Apple sei stolz, mit diesem Mechanismus nun führend beim Kinderschutz zu sein, hieß es. Die Trendwende dürfte jedoch nicht ganz freiwillig passiert sein - die Generalstaatsanwaltschaft von Washington hatte Apple im Dezember wissen lassen, man überprüfe die Geschäftsgebahren der Handyspiele. Es sei fraglich, warum solch hohe Summen in Kinderspielen überhaupt ausgegeben werden könnten, insbesondere, da sich der Nachwuchs nicht darüber bewusst sei.

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