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04.12.2016 - 10:04
Foto: Scanadu , Paramount/ts, krone.at Grafik

"Star Trek" wird Wirklichkeit: Start- up baut Tricorder

24.05.2013, 11:07
Das kalifornische Start-up Scanadu hat ein Gerät entwickelt, das dem universellen Scangerät aus "Star Trek", dem Tricorder, schon erstaunlich nahekommt. Der Scanadu Scout soll bei der Gesundheitsanalyse eines der fortschrittlichsten Geräte unserer Zeit werden. Binnen zehn Sekunden misst der kleine Helfer so gut wie alle medizinisch relevanten Informationen zu einem Patienten – und sendet sie via Bluetooth an das Smartphone.

Über die Crowdfunding- Plattform Indiegogo  hat die kalifornische Firma Scanadu  ihren Tricorder finanziert. 200.000 US- Dollar wollte das interdisziplinäre Team aus Datenwissenschaftlern, Mathematikern, Programmierern, Molekularbiologen, Ingenieuren und Biophysikern bei der Online- Community sammeln. Schon nach zwei Stunden war das Finanzierungsziel erreicht. Jetzt hat das Gerät den Prototypenstatus erreicht – und erstaunt die Weltöffentlichkeit mit seinen Fähigkeiten.

Scout sammelt alles bis hin zum Elektrokardiogramm

Legt man den Scanadu Scout auf die Stirn eines Patienten, sammelt er Daten über die Herzfrequenz, die Temperatur, die Sauerstoffsättigung des Blutes, den Blutdruck und die Atemfrequenz. Selbst ein Elektrokardiogramm und eine Analyse des emotionalen Stresslevels liefert das kleine Wunderding. Über Bluetooth überträgt der Scout die Daten an Smartphones, wo sie auch gespeichert und statistisch ausgewertet werden sollen.

Für den Scan setzt das Gerät auf eine Reihe von Sensoren und eine Kamera. Die Analyse der Messwerte übernimmt der britischen Zeitung "Daily Mail"  zufolge ein 32- Bit- System vom Typ RTOS Micrium. Die gleiche Plattform komme auch auf der Mars- Sonde "Curiosity" zum Einsatz, wo sie für die Analyse von Proben genutzt wird.

Messdaten werden vom Handy an Arzt gesendet

"Der Scout liefert die Informationen zu Ihrem Körper dorthin, wo sie hingehören: in Ihre Hand", heißt es auf der Website der Herstellerfirma. Tatsächlich sollen die auf dem Smartphone gesammelten Daten im Bedarfsfall von dort auch unkompliziert an den Arzt weitergeleitet werden können.

Die App, welche die vom Scout erhobenen Daten sammelt, wird es für Android und iOS geben. Laut Hersteller setzt das kleine Messgerät auf den stromsparenden Funkstandard Bluetooth 4.0, was der Akkulaufzeit zuträglich ist. Scanadu verspricht eine Laufzeit von einer Woche, wenn der Tricorder nicht allzu exzessiv genutzt wird. Aufgeladen wird mittels microUSB.

Handy- App zeigt Veränderungen am Körper sofort

Vor allem die Smartphone- App, in der die Daten gesammelt und dargestellt werden, hebt Scanadu hervor. Sie ermögliche es dem Benutzer eines Scout, permanent im Bilde über den eigenen Gesundheitszustand zu sein und bei Änderungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen oder einen Arzt konsultieren zu können. "Das Gerät erlaubt den Menschen, den Fingerabdruck ihrer Gesundheit bis ins kleinste Detail zu beobachten", so die Macher des Scout.

Momentan befindet sich das Gerät im Prototypenstadium. Es soll jetzt intensiv getestet werden. "Wir bekommen jeden Tag Anrufe und E- Mails von Eltern, Forschern, Studenten und Bodyhackern, die Teil der ersten Generation von Kunden sein wollen, die ihre Gesundheit wirklich verstehen", sagt Scanadu- Gründer Walter de Brouwer zur Zeitung.

Scout könnte Chance auf "Tricorder X Prize" haben

Nicht bekannt ist derzeit, ob Scanadu mit seinem Scout auf das Preisgeld für den "Tricorder X Prize"  (siehe Infobox) des US- Chipherstellers Qualcomm hoffen darf. Der Prozessorspezialist hatte vor gut zwei Jahren einen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem jenem Tüftler zehn Millionen US- Dollar versprochen wurden, der als erster einen funktionierenden Tricorder präsentiert.

Auch wenn der Scout noch ein Smartphone als Compagnon braucht: Er kommt dem universellen Scanner aus "Star Trek" schon recht nahe. Selbst wenn er nicht wie das Vorbild aus der Science- Fiction- Serie Krankheiten benennt oder gar nach Lebensformen scannt, der Scout scheint ein großer Schritt in die Zukunft zu sein, was das Sammeln und die Analyse gesundheitsbezogener Daten angeht.

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