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09.12.2016 - 08:18
Foto: AP

Sony kauft Mobilfunksparte von Ericsson zurück

27.10.2011, 15:33
Handys und Smartphones der Marke Sony Ericsson wird es wohl bald nicht mehr geben: Zehn Jahre nach der Gründung lösen der japanische und der schwedische Konzern ihr Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Handys wieder auf, wie Ericsson am Donnerstag mitteilte. Sony zahlt für den 50-Prozent-Anteil von Ericsson rund 1,05 Milliarden Euro.

Der japanische Elektronikriese und der schwedische Mobilfunk- Ausrüster hatten sich 2001 zusammengeschlossen. "Damals kombinierten wir Sonys Wissen über Gebrauchsgüter mit dem Wissen von Ericsson über Telekommunikationstechnologie", sagte Ericsson- Chef Hans Vestberg am Donnerstag. Eine gelungene Kombination: Sony Ericsson stieg zum sechstgrößten Handyhersteller weltweit auf. Mittlerweile macht das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent seines Umsatzes mit Smartphones.

Doch gegen die Konkurrenz wie Apple und Samsung kam Sony Ericsson nicht an: In den drei Monaten von Juli bis Ende September machte das Unternehmen nach eigenen Angaben keinen Gewinn. Der Umsatz fiel leicht auf 1,58 Milliarden Euro, die Zahl der verkauften Geräte um neun Prozent auf 9,5 Millionen Stück.

Der Mobilfunkmarkt habe sich in den vergangenen Jahren "dramatisch" verändert, sagte Ericsson- Chef Vestberg. Heute sei es logisch, dass Sony sich das Gemeinschaftsunternehmen ganz einverleibe und es zum Teil seines breiten Angebots von Produkten für den Endverbraucher mache. Sony will den Bau von Smartphones und Tablets mit seinem Angebot an Spielkonsolen und Computern verbinden und dadurch Kosten sparen. Gleichzeitig soll der Anschluss an die Konkurrenz Apple und Samsung gelingen.

Ericsson will sich dagegen wieder auf sein Kerngeschäft Mobilfunknetze konzentrieren: "Wir werden Forschung und Entwicklung sowie unsere wegweisenden Patente nutzen, um eine wirklich vernetzte Welt zu schaffen", sagte Vestberg. Mit Sony werde Ericsson zwar auch weiterhin zusammenarbeiten. Das Gemeinschaftsunternehmen aber soll schon bis Jänner aufgelöst sein.

27.10.2011, 15:33
AG/red
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