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06.12.2016 - 09:09
Foto: Photos.com/Getty Images

Smartphone von Samsung erkennt Emotionen

12.01.2012, 11:49
Schon heute verraten sie uns, wie das Wetter wird, wie die Aktienkurse stehen oder wo die nächste Pizzeria ist, doch in Zukunft sollen Smartphones noch viel mehr können, zum Beispiel unseren Gemütszustand erkennen. Forscher des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung haben nun einen Prototypen entwickelt, der genau das zu leisten vermag.

Um herauszufinden, in welcher Stimmung sich der Nutzer gerade befindet, greift das Smartphone nicht auf bestimmte Sensoren oder Kameras zurück. Stattdessen entwickelten die Forscher vom Samsung Advanced Institute of Technology rund um Hosub Lee einen Algorithmus, der anhand der Nutzung des Smartphones Rückschlüsse auf die Laune seines Besitzers zieht.

So werde beispielsweise überwacht, mit welcher Geschwindigkeit Eingaben auf dem Gerät erfolgten oder wie häufig die "Zurück"- Taste und bestimmte Symbole benutzt würden, erläutert Lee gegenüber dem US- Magazin "Technology Review" . Auch Erschütterungen des Gerätes fließen in die Emotionsanalyse mit ein.

Wenngleich diese Eingaben auf den ersten Blick nur wenig mit Emotionen zu tun hätten, so gebe es doch bestimmte Zusammenhänge zwischen dem Nutzerverhalten und dem mentalen Zustand des Anwenders, erläutert Lee. Eigenen Angaben zufolge sei der Algorithmus derzeit in der Lage, Emotionen mit einer Genauigkeit von 67,5 Prozent zu erkennen. So ließe sich feststellen, ob der Nutzer gerade glücklich, traurig, überrascht, ängstlich, wütend oder angewidert sei.

Das Smartphone als Stimmungskanone

Verwendung findet die Technologie dem Bericht nach derzeit auf einem Samsung Galaxy S II in Form eines Twitter- Clients, der mittels kleiner Symbole neben einzelnen Tweets Angaben zum Gefühlszustand des Nutzers macht. Laut Lee gibt es allerdings zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten.

So könnte das System beispielsweise automatisch einen zur Stimmung eines Anrufers passenden Klingelton auswählen. Noch vor dem Abheben könnte der Angerufene dann wissen, in welcher Gemütslage sich das Gegenüber befinde. Denkbar wäre aber auch, dass das Smartphone mittels lustiger Comics gezielt versuche, seinen niedergeschlagenen Nutzer aufzumuntern.

Technologie noch im Anfangsstadium

"Wenn wir die Gefühle eines jeden Nutzers kennen, können wir auch mehr personalisierte Dienste bieten", so Lee gegenüber "Technology Review". Noch befinde sich die Technologie allerdings in einem sehr frühen Stadium und sei bislang lediglich von den Eingaben eines einzelnen Nutzers gespeist worden, betont der Forscher.

Samsung hat sich noch nicht dazu geäußert, ob die Technologie auf kurz oder lang kommerzielle Verwendung finden soll. Mit weiteren Trainings- Daten, glaubt Lee, könnte das System jedoch deutlich verbessert werden, um künftig etwa Voraussagen über die Stimmung der Nutzer und damit auch über deren Persönlichkeit oder bestimmte Einstellungen treffen zu können.

12.01.2012, 11:49
AG/red
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