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03.12.2016 - 17:55

mobilkom zieht "Deaktivierungsentgelt" zurück

19.02.2008, 10:28
Das hatte man sich fein ausgedacht bei A1: Anfang letzter Woche sorgte die Mobilfunktochter der halbstaatlichen Telekom Austria für einen Aufstand unter ihren Kunden, als man ankündigte, künftig bei Vertragsauflösungen ein "Deaktivierungsentgelt" von 9,90 Euro einzuheben. Am Dienstag gab das Unternehmen den wütenden Protesten nach und zog die Abzocke wieder zurück.

"Zur Sicherung von Service, Qualität und Abdeckung des administrativen Aufwandes hatte mobilkom austria die Einführung eines Deaktivierungsentgeltes vorgesehen, das bei Vertragsbeendigung wirksam geworden wäre. Dieses Entgelt kommt nicht zur Anwendung. Es wäre erst ab 18. April wirksam geworden und wurde dementsprechend noch keinem Kunden verrechnet", heißt es in einer Aussendung der mobilkom austria.

Die mobilkom ließ es aber nicht aus, der Kundschaft unter die Nase zu reiben, wie privilegiert Handybenützer zwischen Bregenz und Eisenstadt doch seien: "Österreich zählt zu den kompetitivsten Mobilfunkmärkten Europas. Sowohl bei Gesprächs- als auch bei Datentarifen profitieren Konsumenten in Österreich von extrem günstigen Angeboten bei sehr hoher Sprach- und Datenübertragungsqualität", schickt die mobilkom aus.

Und weiter: "mobilkom austria liegt aber auch beim Service, mit österreichweit über 4.000 Beratungsstellen, im Spitzenfeld der Kundenzufriedenheit - wie auch regelmäßig durchgeführte Umfragen belegen. Um diesen hohen Level auch in Zukunft halten und ausbauen zu können, hatte mobilkom austria die Einführung des Deaktivierungsentgeltes geplant. [...] Aufgrund der kritischen Resonanz seitens der Kunden haben wir uns dazu entschlossen, diesen Schritt rückgängig zu machen." Eh klar, damit die Kunden sich auch weiterhin über den tollen Service freuen können, der vorsah, sie per Strafgebühr vom Kündigen abzuhalten. Pah!

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