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07.12.2016 - 11:27
Foto: Sony Ericsson

Industrie stellt EU- einheitliches Handyladegerät vor

08.02.2011, 11:14
Zwei Jahre lang hat es gedauert, nun hat der Kabelsalat ein Ende: 14 Smartphone-Hersteller haben sich auf ein einheitliches europäisches Handyladegerät geeinigt und dieses am Dienstag offiziell der EU-Kommission vorgestellt. Die Stromversorgung der datenfähigen Mobiltelefone funktioniert künftig über einen einheitlichen Mikro-USB-Stecker.

Die Absichtserklärung zur Harmonisierung der Ladegeräte unterzeichnen Apple, Emblaze Mobile, Huawei Technologies, LGE, Motorola Mobility, NEC, Nokia, Qualcomm, Research in Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson, TCT Mobile (ALCATEL mobile phones), Texas Instruments und Atmel. Damit sind die gängigsten Smartphones wie iPhone, Blackbery und andere verbreitete Marken von der Norm erfasst.

Nachdem der frühere EU- Industriekommissar Günter Verheugen mit den Worten "Meine Geduld ist zu Ende" 2009 einen entsprechenden Auftrag an die Hersteller erteilte, gaben die europäischen Normungsorganisationen CEN- CENELEC und ETSI die harmonisierten Normen heraus. Sie sind für datenfähige Mobiltelefone - also Handys, die Fotos, Dateien und Videos auf den Computer übertragen können - ab 2011 verbindlich, teilte die EU- Kommission mit. Die Details können auch auf der EU- Website zum Thema  eingesehen werden.

Einführung um ein Jahr verzögert

Die 14 Hersteller hätten vereinbart, die neuen gemeinsamen Ladegeräte im Laufe des Jahres 2011 in der EU auf den Markt zu bringen. Ursprünglich war die flächendeckende Einführung des gemeinsamen Standards bereits für Mitte 2010 geplant. Geräte, die über keine Mikro- USB- Schnittstelle verfügen, dürfen mit einem Adapter ausgeliefert werden.

EU erfreut über kunden- und umwelfreundliche Lösung

"Das ist eine wirklich gute Nachricht für die europäischen Verbraucher. Wir warten nun darauf, dass die neuen Ladegeräte und kompatiblen Handys in die Läden kommen. Ich appelliere an die Industrie, die Markteinführung zu beschleunigen, damit die Bürger überall in der EU so bald wie möglich von den Vorteilen eines gemeinsamen Ladegerätes profitieren können", erklärte Antonio Tajani, der für Industriepolitik zuständige Vizepräsident der Kommission und Nachfolger Verheugens. Symbolisch wurde Tajani von Bridget Cosgrave, Generaldirektorin von DIGITALEUROPE, dem größten europäischen Digitaltechnikindustrie- Verband, ein solches kompatibles gemeinsames Ladegerät überreicht, wie die EU- Kommission mitteilte. Die Brüsseler Behörde verweist auch darauf, dass die Vielzahl an derzeit bestehenden Ladegeräten auch eine Belastung für die Umwelt darstellt.

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