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03.12.2016 - 00:33
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Handystrahlung beeinflusst Körper - Schäden unklar

12.05.2011, 13:39
Mobilfunkstrahlung kann Vorgänge im Körper beeinflussen - etwa die Hirnaktivität im Schlaf. Zu diesem Schluss kommt ein breit angelegtes Forschungsprogramm in der Schweiz. Ob die Strahlung die Gesundheit jedoch auch schädigt, bleibt unklar, nachgewiesen werden konnte eine diesbezügliche Gefährdung nicht. Die Wissenschaftler plädieren dennoch dafür, besonders Ungeborene stärker vor den Strahlen zu schützen.

In elf Projekten untersuchten Forscher in den letzten vier Jahren die Risiken elektromagnetischer Strahlung - etwa von Funkantennen oder Mobiltelefonen. Am Donnerstag präsentierte der Schweizerische Nationalfonds in Bern die Resultate des Forschungsprogramms "Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit".

Die Forscher fanden keinen Zusammenhang zwischen der alltäglichen Strahlenbelastung und Störungen der menschlichen Gesundheit. Trotzdem gibt es Lücken und offene Fragen: So zeigte eine Studie, dass der Schutz von ungeborenen Kindern im Mutterleib verbessert werden sollte.

Heikle Schwangerschaft

Die Forscher simulierten am Computer, wie viel elektromagnetische Strahlung Föten im dritten, siebten und neunten Monat der Schwangerschaft abbekommen. Es zeigte sich, dass insbesondere moderne Induktionskochherde zu Strahlenbelastungen führen können, die über dem heutigen Grenzwert liegen.

Am Arbeitsplatz liegt die Belastung der werdenden Kinder zudem über dem Grenzwert, wenn Schwangere den erlaubten Maximalwerten für Berufspersonal ausgesetzt sind. Die Grenzwerte für Berufsleute liegen höher, da diese in der Regel gesünder und robuster sind als Kleinkinder. Die Forscher empfehlen, den Grenzwert für Schwangere am Arbeitsplatz zu senken.

Strahlung verändert Hirnstromwellen im Schlaf

Mehrere Forschungsprojekte im Programm bestätigten zudem, dass die Strahlung nachweislich bestimmte biologische Prozesse in Zellen und Organen verändert. Das Team um Peter Achermann von der Universität Zürich etwa setzte Probanden vor dem Einschlafen für eine halbe Stunde der Strahlung eines Mobiltelefongesprächs aus.

Es zeigte sich, dass die Strahlung - im Vergleich zu einer Scheinexposition im Kontrollexperiment - die Hirnstromwellen im Schlaf verändert. Die veränderte Hirnaktivität wirkte sich aber weder auf Struktur und Dauer der verschiedenen Schlafphasen aus, noch war sie der subjektiv empfundenen Schlafqualität abträglich.

Offenbar keine gesundheitlichen Schäden durch Handys

Eine umfassende Untersuchung in der Region Basel schließlich kam zum Schluss, dass die durchschnittliche Strahlenexposition der Bevölkerung weit unter dem gültigen Grenzwert liegt. Zwischen der Benutzung von mobilen und drahtlosen Telefonen und gesundheitlichen Störungen fand sich kein Zusammenhang.

Folgestudien seien wichtig, schreibt der Schweizerische Nationalfonds. Noch sei nicht klar, ob die nachgewiesenen Effekte im Körper für die menschliche Gesundheit von Bedeutung seien. Ließe sich ein Wirkmechanismus von elektromagnetischen Feldern auf Organe und Organismen erhärten, könnten allfällige Folgen für die Gesundheit besser abgeschätzt werden.

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