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09.12.2016 - 03:48
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Chatten statt schlafen: Sorge um "Vampirkinder"

10.02.2015, 10:07
Britische Eltern sind angesichts eines neuen Trends unter Jugendlichen besorgt um die Gesundheit ihrer Kinder: Weil immer mehr Kinder die Nacht nicht schlafend verbringen, sondern in ihren Kinderzimmern am Smartphone oder Tablet mit ihren Freunden chatten, sprechen manche Beobachter schon von "Vampirkindern". Die Gefahr ist real: Exzessive Handy- und Tablet-Nutzung kann zu Schlafproblemen und Depressionen führen.

Die Smartphone- und Tablet- Sucht vieler Kinder führt inzwischen so weit, dass ihre Eltern ihnen das Mobilgerät über Nacht abnehmen müssen, um sie vom nächtlichen Chatten abzuhalten, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail" . In manchen Fällen soll die Sucht nach den Mobilgeräten so stark sein, dass die Eltern die Elektronik über Nacht zu in der Nähe lebenden Verwandten bringen, um Suchaktionen ihrer die Sucht oft verleugnenden Sprösslinge vorzubeugen.

Schlafstörungen und Depressionen zu befürchten

Die Angst der Eltern um die Gesundheit ihrer "Vampirkinder" ist nicht unbegründet. Erst kürzlich kam eine Studie aus Norwegen zu dem Ergebnis, dass zu viel Zeit vor dem Bildschirm zu Schlafstörungen führen kann.  Werden die durch die Bildschirmnutzung verursachten Wachphasen dann erst recht wieder vor dem Bildschirm verbracht, dürfte das der Gesundheit nicht gerade zuträglich sein. Hinzu kommt: Allzu exzessive Smartphone- Nutzung kann Kinder nicht nur um den Schlaf bringen, sondern sie einer Studie aus der Schweiz zufolge auch depressiv machen, berichtet die Zeitung "20 Minuten" .

Angesichts der Gesundheitsgefahr durch nächtliches Chatten und Surfen empfiehlt es sich für betroffene Eltern, mit den Kindern über das Problem zu reden und Regeln zu erarbeiten, um exzessive Handy- und Tablet- Nutzung einzudämmen. Oft brauchen Kinder elektronische Geräte heute bereits für die Schule, sie ihnen ganz wegzunehmen wäre also nicht konstruktiv. Vielmehr empfiehlt es sich, über das Thema zu sprechen und beispielsweise ein tägliches Bildschirm- Zeitkontingent festzulegen, an das sich die Kinder halten müssen.

10.02.2015, 10:07
red
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