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04.12.2016 - 21:28
Foto: APA

App aus Wien hilft im Kampf gegen Hungersnöte

03.10.2013, 09:47
Mit einer Handy-App sollen künftig möglichst viele Daten gesammelt werden, um rechtzeitig vor Dürre- und Hungerkatastrophen warnen zu können. Die App wird von Wissenschaftlern der Technischen Universität Wien entwickelt, die Experten für satellitengestützte Bodenfeuchte-Messungen sind.

Satelliten, die mit Mikrowellen die Erdoberfläche abtasten, ermöglichen es, zu berechnen, wie feucht die Böden in unterschiedlichen Regionen sind. Dürrekatastrophen hängen aber nicht nur von der Bodenfeuchtigkeit, sondern von vielen weiteren Faktoren ab.

Für Prognosen muss man deshalb auch über Fakten direkt an Ort und Stelle Bescheid wissen. Etwa wie es in einer bestimmten Region mit künstlicher Bewässerung aussieht, ob es Zugang zu natürlichen Wasserquellen gibt oder sich bereits Krankheiten verbreiten, die typischerweise mit Hungersnöten einhergehen.

App ist für Hilfsorganisationen gedacht

Die TU- Forscher entwickeln die App in Kooperation mit Hilfsorganisationen, die in dürregefährdeten Gebieten unterwegs sind. "So bekommen Helfer vor Ort Zugang zu relevanten Satellitendaten – in unserem Fall zu einem Dürre- Index. Wenn man sich die Situation vor Ort angesehen hat, gibt man die erhobenen Daten in die App ein. Sie werden dann an uns weitergeleitet und mit den Satellitendaten verknüpft“, erklärte Forscher Markus Enenkel.

Daraus wollen die Wissenschaftler ein umfassendes Bild der Lage erhalten und dieses wiederum Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen. "Eine Prognose, die ein bis zwei Monate in die Zukunft blickt, ist realistisch", meinte Enenkel. Das würde Hilfsorganisationen mehr Zeit geben, um Gegenmaßnahmen zu starten. Derzeit schließen die Wissenschaftler die ersten Tests mit der App ab und wollen dann - entsprechende Förderung vorausgesetzt - einen "pre- operational Service" entwickeln.

03.10.2013, 09:47
AG/red
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