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21.08.2017 - 22:24
Foto: AP, krone.at-Grafik

Google und Co. legen Zahlen zu NSA- Anfragen vor

04.02.2014, 13:53
Mehrere US-Internetkonzerne haben am Montag erstmals Statistiken zur Abfrage von Kundendaten durch die Geheimdienste veröffentlicht. Im ersten Halbjahr 2013 seien über das Gericht für die Überwachung der Auslandsgeheimdienste zwischen 9.000 und 10.000 Anfragen gestellt worden, teilte Google in seinem Unternehmensblog mit.

Der Internetriese Yahoo verzeichnete nach eigenen Angaben zwischen 30.000 und 31.000 Anträge. Microsoft sprach von 15.000 bis 16.000 Fällen. Facebook musste in den ersten sechs Monaten des Vorjahres nach eigenen Angaben 5.000 bis 6.000 Mal Auskunft erteilen.

IT- Konzerne klagten Auskunftsrecht ein

Nach dem Skandal um die Spionageaktivitäten des US- Geheimdienstes NSA hatten mehrere Internetkonzerne auf das Recht geklagt, ihre Kunden genauer über das Ausmaß der Anfragen informieren zu dürfen. Sie wollten damit dem Eindruck entgegentreten, dem Geheimdienst im großen Stil Zugriff auf Nutzerdaten zu gewähren.

Die US- Regierung lenkte in der vergangenen Woche ein und erlaubte es den Unternehmen, die Daten zu veröffentlichen. Allerdings darf die Zahl der Anfragen nicht exakt, sondern nur in Bündeln von 1.000er- Schritten bekannt gegeben werden - und auch erst sechs Monate, nachdem sie gestellt wurden.

Google- Justiziar fordert noch mehr Transparenz

Die Veröffentlichung der Zahlen sei "ein Schritt in die richtige Richtung", schrieb Richard Salgado, der bei Google für juristische Fragen und Internet- Sicherheit zuständig ist, im Blog des Unternehmens. Trotzdem sei noch "mehr Transparenz" nötig, damit jeder Bürger die Überwachungsgesetze besser verstehen und sich eine Meinung darüber bilden könne.

Facebooks Chefjustiziar Colin Stretch schrieb in einem Unternehmensblog, die Regierung habe zwar die "wichtige Pflicht", die Bevölkerung zu schützen. Es sei aber möglich, sich dabei "transparent" zu verhalten.

04.02.2014, 13:53
AG/red
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