Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
24.03.2017 - 15:28
Frauke Petry
Foto: APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Treff von Le Pen, Petry & Co.: Medien unerwünscht

13.01.2017, 10:09

Medien müssen leider draußen: Beim bevorstehenden Treffen der rechtspopulistischen ENF- Fraktion des Europaparlaments in Koblenz wollen die Veranstalter ihnen nicht genehme Berichterstatter ausschließen, darunter "öffentliche- rechtliche Medien" und "Spiegel"- Journalisten. Die Chefredakteure der ARD und der Deutsche Journalisten- Verband protestierten gegen den Ausschluss.

Alle "öffentlich- rechtlichen Medien", das "Handelsblatt", das "Compact- Magazin" sowie zwei Journalisten von "Spiegel" und "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" erhalten keine Akkreditierung, bestätigte der Mitorganisator der Veranstaltung, Marcus Pretzell, am Donnerstag der DPA.

Zu dem Treffen mit rund 1000 Teilnehmern am 21. Jänner in Koblenz werden unter anderem AfD- Chefin Frauke Petry, die Präsidentschaftskandidatin der rechtsextremen französischen Partei Front National, Marine Le Pen (Bild unten), und Geert Wilders von der niederländischen Partei PVV erwartet. Auch FPÖ- Generalsekretär Harald Vilimsky steht auf der Teilnehmerliste.

Marine Le Pen
Foto: ASSOCIATED PRESS

Pretzell erklärte: "Die öffentlich- rechtlichen Anstalten haben eine derart gefärbte Berichterstattung, dass sie neben 'Compact' und 'Handelsblatt' gerne auch ohne unmittelbaren Eindruck ihre Drehbücher abarbeiten dürfen." Die beiden anderen Journalisten hätten sich mit ihrer Arbeit diskreditiert. Neben den Reden unter anderem von Le Pen, Wilders und Petry auf dem Kongress ist in Koblenz auch eine Pressekonferenz geplant. "Pressekonferenzen sind für alle Journalisten zugänglich", erklärte Pretzell dazu.

"Massiver Eingriff in Freiheit der Berichterstattung"

Die ARD- Chefredakteure sprachen von einem "massiven Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung". "Den Schaden hat damit unser Publikum, das wir nicht über das Treffen rechtspopulistischer Parteien in Europa informieren können. Diese Zusammenkunft ist für den künftigen politischen Kurs dieser Strömungen von großer Bedeutung." Die ARD fügte hinzu: "Wir behalten uns vor, rechtlich gegen den angekündigten Ausschluss von der Berichterstattung vorzugehen."

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum