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27.04.2017 - 10:24
Foto: Peter Tomschi

ORF- Gebührenerhöhung geht für 92 Prozent gar nicht

25.01.2017, 06:22

Die für Mai geplante Gebührenerhöhung des Österreichischen Rundfunks (ORF)  stößt bei den Österreichern auf wenig Gegenliebe. Das geht aus der neuesten Umfrage der Programmzeitschrift "TV- MEDIA" hervor, in der sich 92 Prozent der Befragten dagegen aussprachen. Interessant: Bei der Qualität der Sendungen schneidet der Red- Bull- Sender Servus TV besser als der ORF ab. Doch das sind nicht die einzigen Schockwerte für den ORF.

Wie der "Standard", dem die Ergebnisse der Umfrage vorliegen, am Dienstag berichtete, bezeichnen nur vier Prozent der Befragten den ORF als politisch völlig unabhängig. Die Mehrheit findet zudem, dass die SPÖ vom ORF bevorzugt, die FPÖ hingegen benachteiligt werde. Die Wiederwahl von Alexander Wrabetz zum ORF- Generaldirektor bewerten nur zehn Prozent positiv. 74 Prozent wünschen sich zudem mehr Qualität im ORF Hauptabendprogramm und dafür weniger Sportübertragungen.

Laut Umfrage, für die das Marktforschungsinstitut Mind Take Research im Auftrag von "TV- MEDIA" verantwortlich zeichnet, schauen die Österreicher täglich 270 Minuten (4,5 Stunden) fern. Für die Umfrage wurden 500 TV- Konsumenten befragt.

Umfrage: Servus TV hat höchste politische Unabhängigkeit

Weitaus besser als der ORF schneidet bei der Umfrage Servus TV ab. 24 Prozent der Befragen finden, dass der Red- Bull- Sender die höchste Qualität bei den Sendungen hat. Auf Platz zwei landet ORF 1 mit 15 Prozent, gefolgt von ORF III (14 Prozent), ORF 2 (11 Prozent) sowie ATV und Puls 4 (beide 10 Prozent). Dem Red- Bull- Sender Servus TV bescheinigen die Zuschauer auch die höchste politische Unabhängigkeit.

Foto: APA/Franz Neumayr

Streamingdienste stark im Aufwind

Laut "Standard" seien auch die Internet- Streamingdienste stark im Kommen. 47 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Dienste von On- Demand- Portalen wie Flimmit, Netflix oder Amazon häufig in Anspruch nehmen - laut "TV- Media" eine Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dafür sei die Nachfrage nach dem mobilen Abrufen von Fernsehsendern weiterhin konstant niedrig.

Redakteur
Franz Hollauf
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