Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
Google Suche

Nach Bankraub 61

Privater Wächter vor Bank im Pressezentrum
Privater Wächter vor Bank im Pressezentrum (Bild: Andi Schiel)
Nach dem 61., überaus spektakulären, Banküberfall in Wien hofft die Polizei nun über das Fluchtauto eine heiße Spur zu den vier skrupellosen Verbrechern zu finden. Und das Bankinstitut setzt mittlerweile auf private Sicherheitskräfte: seit dem Raub überwacht ein „Security-Mann“ die Filiale im Pressezentrum.
Bei den vier flüchtigen Bankräubern, die - wie berichtet - mit Postile und Messer die Angestellten und Kunden in Schach hielten, dürfte es sich um Russen handeln. Jetzt setzt man auf die Fotos aus der Alarmkamera und auf den Fluchtwagen. Denn vermutlich handelt es sich bei dem gesuchten Pkw um einen bordeauxroten Fiat Croma, der in der Nacht zum Mittwoch im 11. Wieder Bezirk gestohlen wurde.
 
"Konkret fahnden wir nach einem Wagen Baujahr 1993 mit dem Kennzeichen W 13635 P", so Chefinspektor Franz Pripfl von der Kriminaldirektion 1. Die Ermittler bitten um Hinweise zum Fluchtauto unter der Telefonnummer 01/31346/33150.
 
Seitens der BA-CA setzt man seit dem Überfall auch auf einen privaten Sicherheitsdienst. Jetzt steht nämlich während der Kassazeiten ein Wächter vor der Tür und kontrolliert mit Argusaugen die Kunden, die die Bankfiliale im internationalen Pressezentrum betreten.
 
Die geschockten Opfer des 61. (!) Bankraubs in diesem Jahr müssen schon wieder ihren Dienst versehen. Und können über die dummen Scherze mancher Kunden, die über den Überfall witzeln, gar nicht lachen.
 
So lief der Raub ab
AmMittwoch Vormittag stürmten vier noch unbekannte Täter die Filiale in der Gunoldstraße im 19. Wiener Gemeindebezirk. Einer von ihnen war mit einer Schusswaffe bewaffnet, die anderen trugen Messer, einer ein Brecheisen. Beim Hereinstürmen stießen sie eine Kundin zu Boden, der einzige männliche Kunde im Raum, der direkt daneben an einem Beratertisch saß, deutete ihr, zur Sicherheit am Boden zu bleiben, als der mit der Pistole Bewaffnete ihm auch schon die Schusswaffe an den Kopf hielt: "Hände hoch!"
 
"... mit der eisernen Scheckkarte..."
Der Kunde, Dejan Nukic (im Bild nachgestellt: am Boden kniend), hinterher im Gespräch mit Krone.at: "Ich habe beim Bundesheer damals gelernt, wie man sich bei einer Geiselnahme am besten verhält. Wenn einer mit der 'eisernen Scheckkarte' hereinkommt, gibt es nur eins: ruhig bleiben." Während des ganzen Überfalls hatte er die Pistole am Kopf.
 
Uhr vom Handgelenk geraubt!
Ungewöhnlich: Der Räuber fand sogar die Ruhe, dem Kunden seine Fossil-Armbanduhr vom erhobenen Handgelenk zu nehmen. "Ich hatte sogar die Gelegenheit, ihm die Waffe wegzuschlagen, aber ich wollte nichts riskieren. Hätte ich das Gefühl gehabt, er würde die Waffe gebrauchen, hätte ich aber etwas unternommen."
 
Insgesamt befanden sich sechs Personen in der Filiale, als die Bankräuber hereinstürmten: drei Kundinnen, zwei Mitarbeiterinnen und der Kunde, der mit der Waffe bedroht wurde.
 
"Mehr, mehr, mehr!"
"Der an der Kasse rief immer nur 'mehr, mehr, mehr!' , dann, nach fünf bis sieben Minuten rief einer etwas Unverständliches, dann zogen sie so schnell ab, wie sie gekommen sind." Gut 20.000 Euro haben sie erbeutet.
 
Nach dem Überfall sprach Nukic mit einer der Kundinnen. "Sie war völlig fertig und sagte: 'Da sieht man die Dinge im Leben gleich ganz anders!'" Nukic selbst nimmt den Vorfall eher leicht. "Trotzdem mache ich heute nichts Anderes mehr, als mich zu entspannen. Ich brauch heute nichts mehr..."
 
Dabei war der Musikproduzent doch nur in der Bank, um seiner Betreuerin ein Exemplar seiner neuen Dance-CDs zu bringen (Club Revolution)...
 
Personenbeschreibung
1.) männlich, ca. 20-22 Jahre alt, ca. 170 cm groß, sportlich, ovale Gesichtsform, braune Haare, braune Augen, war bekleidet mit dunkler Hose, grauer Jacke mit schwarzen Streifen auf den Ärmeln, dunkler Rollhaube und hatte das Gesicht teilweise mit einem Schal verdeckt
2.) männlich, ca. 35 Jahre alt, ca. 170 cm groß, schlank, rundes Gesicht, schulterlanges schwarzes Haar (möglicherweise Perücke) Brille. Er war dunkel bekleidet, hatte ein Brecheisen in der Hand und trug eine beige Tasche
3.) männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 175-180 cm groß, schlank, war maskiert mit schwarzer Motorradhaube mit Sehschlitzen, trug eine helle Jacke mit schwarzen Streifen auf den Ärmeln und hatte einen Schraubenzieher mit roten Griff in der Hand
4.) männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlank, vermummt mit einem Schal, trug eine dunkle Wollhaube, dunkle Sonnenbrille und dunkle Jacke
 
Die Täter in einem roten Fiat. Die Fahndung läuft auf Hochtouren, die Ermittlungen führt die Kriminaldirektion 1.
Bookmark
Facebook Twitter Google Favoriten
DruckenDrucken Empfehlen
Werbung
Werbung
Startseite setzen | Werbung | Über krone.at | Jobs bei krone.at | krone.at von A-Z | AGB | Impressum | Kontakt
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2