Wende abgeblasen?
McCain liegt in Umfrage erstmals vor Obama
In der Erhebung der "Los Angeles Times" wurden erhebliche Zweifel der Wähler an Obamas Eignung für das Präsidentenamt sichtbar. 48 Prozent der Befragten äußerten die Ansicht, dem Kandidaten mangle es an Erfahrung. Hingegen sagten 80 Prozent, McCain sei erfahren genug für den Posten. Während in der Juni-Umfrage noch 59 Prozent angaben, eine günstige Meinung von Obama zu haben, äußerten sich diesmal nur 48 Prozent in diesem Sinne.
McCain besserer Widerpart gegen Russland?
Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Universität Quinnipiac legte den Schluss nahe, dass McCain von der jüngsten Krise im Kaukasus profitiert haben könnte. 55 Prozent der Befragten gaben an, der Republikaner wäre am besten qualifiziert, die Beziehungen mit Russland zu gestalten. Nur 27 Prozent sagten dies von Obama. In den Wahlabsichten der Befragten führte Obama mit 47 zu 42 Prozent; vor einem Monat waren es bei Quinnipiac noch 50 zu 41 Prozent.
Uneinigkeit bei Kompetenz-Frage
Die aktuellen Umfragen widersprechen sich in der Frage, welcher der Kandidaten in den Augen der Wähler kompetenter in Wirtschaftsfragen ist. Laut Zogby finden inzwischen 49 Prozent der Befragten McCain kompetenter und nur 40 Prozent Obama. In allen anderen Umfragen wird Obama und den Demokraten die größere Kompetenz zugebilligt. Wegen der Sorgen vieler Wähler über die Konjunkturflaute könnte der Wirtschaftspolitik entscheidende Bedeutung bei der Wahl zukommen.
Noch keine Entscheidung über Posten des Vizepräsidenten
Noch keine Entscheidung hat John McCainnach eigener Aussage über seinen Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten getroffen. In den Medien gebe es zwar Berichte, dass seine Wahl bereits gefallen sei. Dies treffe aber nicht zu, sagte er am Mittwoch in einer Radio-Talkshow. "Ich habe die Entscheidung noch nicht getroffen; wir sind noch dabei." Es handle sich um eine der schwersten Aufgaben, vor denen er jemals gestanden habe.
In den US-Medien wird derzeit heftig über die Kandidaten für den Vizepräsidenten-Posten spekuliert. Mit ihrer jeweiligen Wahl könnten die Präsidentschaftsbewerber versuchen, eigene inhaltliche Schwächen auszugleichen oder sich einen Vorteil in einem der besonders umkämpften Bundesstaaten zu verschaffen. Erwartet wird, dass der demokratische Kandidat Barack Obama seine Wahl in den kommenden Tagen bekanntgibt.
Kommt Obama noch einmal zurück?
Demoskopen halten es für möglich, dass Obamas Werte in den kommenden Tagen wieder steigen. Zum einen wird die Bekanntgabe seines Kandidaten für die Vizepräsidentschaft die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zum anderen wird Obama auf dem am kommenden Montag beginnenden viertägigen Wahlparteitag seiner Partei in Denver Gelegenheit bekommen, sich öffentlichkeitswirksam zu profilieren.







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