„Es geht um Rituale, traditionelle Handwerkskunst, mündliche Überlieferungen und um das uralte Wissen im Umgang mit den Naturschätzen – also um Einzigartiges unserer Heimat“, bestätigt Mag. Maria Walcher vom Nationalen UNESCO-Komitee für immaterielle Kulturwerte. Einzigartig war auch der Rahmen für die erstmalige Präsentation der vorerst 18 ausgewählten Traditionen – die Wiener Hofreitschule. Sie wurde vor allem für ihre besondere Art der Traditions-Überlieferung ausgewählt.
„Oberbereiter wie unser Andreas Hausberger vermitteln ihre über viele Jahre angesammelte Erfahrung durch mündliche Weitergabe an die Anwärter und Elevinnen“, erläuterte Generaldirektorin Elisabeth Gürtler stolz. Doch da sind auch die Pinzgauer Bäuerinnen, die ihr Ahnenwissen in 106 Heilmitteln gesammelt haben. „Lasst 1.000 Blumen blühen. Weitere Traditionen sind willkommen“, warf denn auch Botschafterin in Ruhe Eva Nowotny, die Präsidentin der rotweißroten UNESCO-Kommission, euphorisch ein.
Drei aus der heimischen Liste werden für das weltweite Kulturerbe nominiert: die heimische Falknerei als Ganzes, der Schemenlauf in der Imster Fasnacht und natürlich die Spanische Hofreitschule.
von Mark Perry, Kronen Zeitung
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