Spesenskandal
Erste britische Abgeordnete stehen vor Gericht
Ausland
11.03.2010 17:55
In London hat der erste Prozess gegen Parlamentsabgeordnete wegen des Spesenskandals begonnen, der im vergangenen Jahr die britische Politik schwer erschüttert hat. Alle drei Abgeordnete wiesen am Donnerstag die Vorwürfe der Veruntreuung von Steuergeldern für private Zwecke zurück. Ihnen drohen bei einer Verurteilung bis zu sieben Jahren Haft. Alle Angeklagten gehören der regierenden Labour Party an.
Einem von ihnen, David Chaytor (im Bild rechts), wird unter anderem vorgeworfen, hohe Rechnungen für Miete eingereicht zu haben, obwohl er Eigentümer des von ihm bewohnten Hauses war. Ein anderer Beschuldigter, Jim Devine, soll falsche Abrechnungen für Reinigung und Büroartikel eingereicht haben. Der dritte, Elliot Morley, soll Zuschüsse für die Abzahlung einer Hypothekenschuld verlangt haben, obwohl diese bereits getilgt war.
Wegen des Skandals traten neun Minister aus dem Kabinett von Premierminister Gordon Brown zurück. Labour musste infolge des Skandals bei den Kommunalwahlen und der Europawahl schmerzliche Verluste hinnehmen.
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