Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
Google Suche

Stichwort CERA

13.10.2008, 20:23
Neues EPO-Dopingmittel der dritten Generation
Neues EPO-Dopingmittel der dritten Generation
Das als Dopingmittel verwendete CERA - ein biotechnologisch hergestelltes EPO-Präparat der dritten Generation - baut sich weniger schnell im Körper ab als seine Vorgänger. EPO musste ein bis zweimal pro Woche injiziert worden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, bei CERA ist dies nur alle drei bis vier Wochen nötig.

CERA lässt sich mit einem verfeinerten EPO-Test nachweisen, der Hersteller Hoffmann-La Roche hat der Welt-Anti-Doping-Agentur schon früh Informationen über Möglichkeiten des Nachweises zur Verfügung gestellt. Das französische Labor Chatenay-Malabry hat einen Bluttest entwickelt, mit dem CERA sicher nachgewiesen werden kann.

Mit diesem Test wurden bereits vier Fahrer der diesjährigen Tour de France – die Italiener Riccardo Ricco und Leonardo Piepoli, der Deutsche Stefan Schumacher und nun Bernhard Kohl - überführt, die letzteren drei bei nachträglichen Kontrollen und vorerst nur in der A-Probe.

Hormon stimuliert Bildung von Erythrozyten
EPO (Erythropoietin) ist ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) stimuliert. Mit EPO als Dopingmittel kann der Körper mehr Sauerstoff in die Muskeln transportieren. Bei EPO der ersten Generation war das Hormon unverändert, bei der zweiten Generation waren einige Bausteine ausgetauscht worden, und bei der dritten Generation wurde es an eine Trägersubstanz gebunden.

Missbrauch kann zu Herzproblemen führen
Der Wirkstoff CERA wurde zur Behandlung von Blutarmut bei Nierenkranken entwickelt, ist unter dem Produktnamen Mircera erhältlich und wurde im Juli 2007 in der Europäischen Union als Medikament für Patienten zugelassen.

Als Nebenwirkung führt die Rote Liste der Arzneimittel 2008 unter anderem Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Hirnveränderungen an. Und sie gibt die ausdrückliche Warnung: "Missbräuchliche Verwendung durch gesunde Personen kann zu einem exzessiven Anstieg des Hämoglobins führen, der lebensbedrohliche Herzprobleme zur Folge haben kann."

Bookmark
Facebook Twitter Google Favoriten
DruckenDrucken Empfehlen
Leser-Kommentare
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser Talksalon, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Talksalon als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
0
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Kommentar veröffentlichen
Werbung
Werbung
Startseite setzen | Werbung | Über krone.at | Jobs bei krone.at | krone.at von A-Z | AGB | Impressum | Kontakt
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2