Des Lebens beraubt
US-Häftling nach über 20 Jahren Todestrakt frei
Ausland
03.07.2008 15:02
Ein Gerichtsurteil hat ihm sein Leben geraubt: Nachdem ein DNA-Test seine Unschuld bewiesen hat, ist ein 46-Jähriger nach mehr als 20 Jahren Haft im Todestrakt eines US-Gefängnisses freigelassen worden. Der schwer an der Nervenkrankheit Multiple Sklerose erkrankte Paul Gregory House wurde am Mittwoch aus der Krankenabteilung des Gefängnisses in Nashville entlassen. Nach einem halben Leben hinter Gittern.
House war 1986 wegen Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Frau verurteilt worden. Er hatte die Tat zunächst in Hoffnung auf ein milderes Urteil gestanden, später seine Aussage aber zurückgezogen.
Nachdem ein DNA-Test, der Mitte der 80er Jahre noch nicht möglich war, den Mann entlastet hatte, ordnete der Oberste Gerichtshof im Juni 2006 die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Jetzt entschied das Berufungsgericht, House freizulassen.
Trotzdem Hausarrest
Doch Ruhe gewährt ihm die Justiz noch nicht: House, der sich nur mit Hilfe eines Rollstuhls fortbewegen kann, steht unter Hausarrest, bis der Prozess im Oktober endgültig wieder aufgerollt wird. Nach Medienberichten will der 46-Jährige zu seiner Mutter ziehen.
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrowAbspielen
closeSchließen
expand_moreAufklappen
Loading...
replay_10Vorige 10 Sekunden
skip_previousZum Vorigen Wechseln
play_arrowAbspielen
skip_nextZum Nächsten Wechseln
forward_10Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
03.07.2008 15:02







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.