Gemeinderatswahl

Schlammschlacht in Kufstein ++ VP will Macht in Absam

Tirol
11.02.2010 14:32
Spannend dürfte die Gemeinderatswahl am 14. März auch in Kufstein, Tirols zweitgrößter Kommune, werden. Dort rittern gleich sechs Listen um die 21 Mandate: "Team Dr. Marschitz – Kufsteiner Volkspartei", SP, FP, Grüne, Parteifreie und die Liste Steiner. Derzeit hat die VP 9, die SP 4, die Parteifreien 4, die FP 2 Mandate und Grüne und Steiner-Liste je ein Mandat.

Das es bei der Direktwahl des Bürgermeisters zu einer Stichwahl kommt, dürfte so gut wie fix sein. Grund: Neben dem amtierenden Stadtchef treten zumindest noch vier weitere Kandidaten an. Ob auch die Grünen einen eigenen BM-Kandidat aufstellen, ist noch offen.

BM Marschitz hat ein klares Ziel: "Ich will wieder Bürgermeister werden, außerdem streben wir neun Mandate an", erklärte er anlässlich seiner Listenpräsentation. Auf Platz zwei ist wieder Walter Mayr (FH Kufstein), auf Platz 3 LT-Vizepräsident Hannes Bodner. "Wir haben 20 neue Gesichter auf unsere Liste, elf sind Frauen, sieben sind jünger als 30 Jahre", ist Marschitz auf seine breite Listenbasis stolz.

Politische Schlammschlacht
Die politischen Mitbewerber haben sich mittlerweile schon auf Marschitz eingeschossen. "Eine einzige Schlammschlacht", ärgert sich der Bürgermeister über diverse vulgäre, anonyme Wahlplakate wie "Schnauze voll von Macht nix" (in Anspielung auf den Namen Marschitz). "Das ist unterste Schublade und wird sich von selbst richten", ist BM Herbert Marschitz überzeugt.

VP-Listenzusammenschluss soll Macht in Absam bringen
Nach dem Bürgermeisteramt will die VP auch in Absam greifen. Dort ist mit Arno Guggenbichler ja ein Roter an der Spitze. Doch VP-Spitzenkandidat Johann Holzhammer rechnet sich gute Chancen aus. "Wir sind bei den letzten Wahlen noch getrennt, sprich mit zwei VP-Listen, marschiert und sind auf neun von 19 Mandaten gekommen. Dieses Mal gibt es nur mehr eine Liste", sagt Holzhammer.

Die SP-Bürgermeisterliste hat acht, die Grünen zwei Mandate. "Die Zusammenarbeit im Gemeinderat war sehr harmonisch, die bürgerliche Mehrheit hat viele Projekte positiv beeinflussen können. Das größte Problem ist aber, dass Absam auf dem besten Weg ist, wegen ständig neuer städtischer Wohnbauten den dörflichen Charakter zu verlieren", wirft Holzhammer dem Ortschef vor.

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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