"Global Seed Vault"

Samen von halber Mio. Kulturpflanzen eingelagert

Wissen
11.03.2010 10:20
Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des sogenannten Weltuntergangstresors für Saatgut auf der norwegischen Insel Spitzbergen sind dort inzwischen 500.000 Samenproben eingelagert. Die Einrichtung beherberge damit mindestens ein Drittel der weltweit vorhandenen Varianten von Kulturpflanzensamen, sagte der Leiter der in dem Projekt federführenden Gesellschaft Global Crop Diversity Trust, Cary Fowler.

Zur Einlagerung der Samenkörner wurde im Permafrost des Eilands in der Nähe der Stadt Longyearbyen ein spezielles Gewölbe in einer Eiswand angelegt.

Ziel des "Svalbard Global Seed Vault" ist es, für den Fall einer globalen Katastrophe eine Art Arche Noah für Getreidesamen zur Verfügung zu haben. Die 2008 eröffnete Einrichtung soll als Sicherungssystem für die weltweit rund 1.400 nationalen Samenbanken dienen, falls deren Bestände verloren gehen sollten.

Wichtige Samen fehlen noch
Fowler erklärte, zwar komme die Samenbank gut voran, doch bestünden noch bedeutende Lücken in der Sammlung. Unter anderem fehle noch wichtiges Material aus Äthiopien, Indien und China. Zuletzt trafen eine schimmelresistente Bohnensorte aus Kolumbien und eine Sammlung praktisch aller Sojabohnenzüchtungen des vergangenen Jahrhunderts aus den USA auf Spitzbergen ein.

Die Samenkörner werden bei Temperaturen von minus 18 Grad Celsius aufbewahrt, was sie für Hunderte, wenn nicht Tausende Jahre anbaufähig erhalten soll.

An dem Projekt ist der 2004 gegründete unabhängige Global Crop Diversity Trust maßgeblich beteiligt. Dieser will vor allem eine dauerhafte Artenvielfalt von Kulturpflanzensorten sicherstellen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wissen
11.03.2010 10:20
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung