Höhere Muskelmasse hält laut Pfau nicht nur das Skelett des Menschen besser, sondern hebt auch den Grundumsatz des Körpers. So verbraucht ein muskulöser Körper für die gleiche Bewegung mehr Kalorien als ein muskelarmer, was der Fettleibigkeit vorbeugt. Auch bei Frauen senkt Muskeltraining das Risiko, an der Alters-Knochenkrankheit Osteoporose zu leiden. Negative Folgen für die Lebenserwartung durch fehlendes Krafttraining liegen für Pfau auf der Hand, denn Muskeldefizite seien häufigste Ursache für Invalidität im Alter.
Muskelaufbau braucht Bewegung, jedoch nicht alle Sportarten seien dazu geeignet. Radfahren und Marathonlauf konzentrieren sich etwa nur auf Ausdauer, weswegen die Sportarten zwar gewisse Muskelpartien extrem ausprägen, an anderer Körperstelle jedoch oft einen Muskelmangel hervorrufen. "Das fehlende Krafttraining führt selbst bei Sportlern zu Instabilität, Haltungsschäden und degenerativen Veränderung", so der Androloge.
Das ideale Fitnesstraining zielt sowohl auf Ausdauer als auch auf Kraft ab. Als Richtwert empfiehlt Pfau "mindestens zweimal eine Stunde Ausdauersport und zweimal eine halbe Stunde Krafttraining pro Woche." Dazu eigne sich jede Form des Muskeltrainings wie etwa auch das Stiegensteigen in den zehnten Stock, das Fitness-Center sei jedoch aufgrund der fachlichen Anleitung und der Motivation durch die Gruppe zu empfehlen. Zwar seien Besucher von Fitness-Centern oft "eitle Leute, denen es kaum um die Lebenserwartung geht", doch stelle sich dieser gesundheitliche Aspekt bei ihnen aufgrund des konsequenten Trainings und der bewussten Ernährung durchaus ein, so Pfau. (pte)
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