Künstlich geforscht

Software erkennt Naturgesetze

Digital
06.04.2009 16:52
US-Wissenschafter des Cornell Computational Synthesis Lab (CCSL) haben eine Software entwickelt, die eigenständig physikalische Naturgesetze beschreibt. Dazu ließen sie das Programm "Adam" mit Hilfe einer Kamera ein Pendelsystem beobachten. Aus den ermittelten Daten zog "Adam" seine Schlüsse und stellte die Gesetzmäßigkeiten der Pendelbewegung dar. Besonders außergewöhnlich daran: Die Software schaffte das, ohne irgendwelche physikalischen oder geometrischen Grundkenntnisse zu besitzen.

"Adam" entdeckt laut den Entwicklern Hod Lipson und Michael Schmidt (Bild) demnach selbstständig Erhaltungssätze und andere Grundlagen zur Beschreibung physikalischer Zusammenhänge - eine Leistung die bisher dem Menschen vorbehalten war.

Die Kombination von automatischer Datenerfassung mit der Ableitung von Zusammenhängen könnte laut Lipson ein wichtiger wissenschaftlicher Durchbruch sein: "Eines der größten Probleme heutiger Wissenschaft liegt im Entdecken grundlegender Prinzipien in Bereichen, wo es zwar Unmengen von Daten, aber auch eine Theorie-Lücke gibt. Wir wissen einfach nicht, wie die Dinge funktionieren. Ich denke, dafür wird die Software ein wichtiges Werkzeug sein."

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