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26.04.2017 - 10:23
Opferschützer schlagen Alarm und ersuchen, Anbahnungen an Bahnhöfen und in Parks zu melden
Foto: Kronen Zeitung

Junge Migranten missbraucht

14.01.2017, 04:45

Junge Asylwerber sind nach Krieg und Flucht dem nächsten Martyrium ausgesetzt. Bei der Caritas und der Polizei sind gleich mehrere Fälle bekannt, wonach junge Buben von Pädophilen missbraucht worden seien. Opferschützer und Beamte ersuchen eindringlich, Verdachtsfälle sofort zu melden.


Anfangs haben Lehrer Alarm geschlagen, die schwere Verhaltensänderungen bei unbegleiteten, minderjährigen Migranten festgestellt haben. Bereits kurze Zeit später ist bei der Polizei der erste Hinweis eingegangen, dass ein Jugendlicher in einem Klagenfurter Park missbraucht worden sei.

"Im persönlichen Kontakt mit Jugendlichen haben wir die Probleme erkannt", schildert Silke Mallmann, Leiterin der Opferstelle für Menschenhandel und Prostitution der Caritas Kärnten.

Unklar ist, ob sich die Jugendlichen (etwa 10 bis 17 Jahre) aus Verzweiflung für Geld prostituieren oder ob sie dazu gezwungen werden. Eindeutig ist hingegen die Rechtslage: Sowohl Straßenprostitution als auch Sex mit Minderjährigen ziehen harte Strafen nach sich.

"Auch wenn sich die Kinder älter ausgeben als sie sind - viele sind ohne Dokumente gekommen. Es ist davon auszugehen, dass sie unter 18 Jahre alt sind", warnt Mallmann die Freier. Besonderes Augenmerk sei auf Bahnhöfe und in Parks zu legen, wo die Buben von Freiern angesprochen würden. Die Polizei und die Caritas wollen sensibilisieren und ersuchen, Missbrauchsverdachtsfälle sofort zu melden.

Hinweise bitte an die nächste Polizeidienststelle oder an den Caritas Opferschutz "Talitha", Frau Silke Mallmann, Telefon: 0463 555 60 54 oder unter 0676 877 270 62.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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