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23.08.2017 - 03:09
Foto: Google Maps

Wilde Verschwörungstheorien nach Google- Scherz

03.07.2017, 16:25

Ein Satellitenbild unseres Nachbarplaneten auf Google Maps sorgt für Wirbel im Internet: Weil der Kartendienst auf dem Mars mysteriöse Gebäude anzeigt, rotieren seit einigen Tagen die Verschwörungstheoretiker und setzen wilde Gerüchte in die Welt. Die sind allerdings substanzlos: Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es sich um einen erst jetzt entdeckten Aprilscherz handelt.

Wie das IT- Portal "Chip"  berichtet, hatte Google die vermeintliche Marsbasis  als Aprilscherz in seinen Kartendienst Maps eingepflegt, allerdings hatte sie zunächst niemand entdeckt. Nun, rund drei Monate später, macht die Geschichte der vermeintlichen Basis auf dem Mars die Runde in US- Medien und ruft Verschwörungstheoretiker mit kruden Geschichten auf den Plan.

Foto: Google Maps

Aprilscherz wurde eigentlich längst aufgelöst

Google selbst hatte bereits im Mai klargestellt , dass es sich bei den Fotos der mysteriösen Marsbasis um einen Scherz handelte. Man habe das Bild am 31. März online gestellt, gedacht war es als Aprilscherz. Google witzelte, man habe das erste Datenzentrum auf dem Mars errichtet, bot sogar einen Street- View- Rundgang durch die mysteriösen Hallen  an. Allerdings wurde es nicht gleich entdeckt und nach dem 1. April nicht wieder entfernt.

Ein paar Wochen später ernten Google und die NASA nun allerlei Verschwörungstheorien  wegen des Aprilscherzes. Mancherorts wird etwa gemutmaßt, bei den vermeintlichen Gebäuden handle es sich um eine Alien- Basis, von der aus die Extraterrestrischen die Menschheit beobachten. Andere glauben, die USA hätten eine Geheimbasis am Roten Planeten errichtet.

NASA dementiert Kindersklaven am Mars

Für die NASA kommen diese wilden Geschichten zur Unzeit, hat die US- Raumfahrtbehörde doch gerade erst eine andere wilde Verschwörungstheorie dementieren müssen : Ein Radiomoderator, dessen Sendung sich mit dem Übernatürlichen auseinandersetzt, hatte das Gerücht in die Welt gesetzt, die NASA würde auf der Erde Kinder verschleppen, auf die 20 Jahre lange Reise zum Mars schicken und sie dort als Sklaven halten.

Die falsche Marsbasis auf Google Maps könnten Verschwörungstheoretiker nun erst recht wieder als Indiz dafür interpretieren, dass die NASA lügt. Dabei hätte es Pressesprecher Guy Webster im Gespräch mit dem Internetmagazin "The Daily Beast"  recht eindeutig klargestellt: "Es gibt keine Menschen auf dem Mars. Es gibt dort Roboter. Letzte Woche ging da ein Gerücht um."

Redaktion
krone.at
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