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18.08.2017 - 15:02
Foto: YouTube.com

Pakistan und Bangladesch sperren YouTube

18.09.2012, 09:51
Die Regierungen von Pakistan und Bangladesch haben wegen der gewaltsamen Proteste gegen den islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime" den Zugang zur Videoplattform YouTube gesperrt. YouTube-Besitzer Google weigert sich, den 14-minütigen Trailer zum anti-islamischen Film weltweit vom Netz zu nehmen, der Clip verstoße nicht gegen die eigenen Richtlinien, heißt es. In einigen Ländern ist der Zugang zum Video jedoch gesperrt.

Regierungschef Raja Pervez Ashraf habe die YouTube- Sperre in Pakistan angeordnet, hieß es am Montag aus dessen Büro. Bei dem Versuch, die Seite anzusteuern, erschien die Mitteilung, YouTube werde wegen "unanständigen" Materials" von der Telekommunikationsbehörde blockiert.

Hunderte Pakistaner beteiligten sich am Montag in den Städten Peshawar, Karachi und Lahore an Kundgebungen gegen den Film. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei im Bezirk Upper Dir wurden nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt. Zudem erlag ein Mensch, der bei Protesten in der Nähe des US- Konsulats in Karachi am Sonntag verletzt worden war, seinen Verletzungen.

YouTube- Sperre auch in Bangladesch

In Bangladesch erklärte die Telekommunikationsbehörde in Dhaka, die YouTube- Sperre sei auf Anweisung der Regierung erfolgt und gelte für "unbestimmte Zeit". In der Hauptstadt des südasiatischen Landes hatte es in den vergangenen Tagen antiamerikanische Kundgebungen gegeben.

Google gibt nur teilweise nach

Die Proteste, die sich vor allem gegen US- Botschaften und -Konsulate richten, weiteten sich binnen einer knappen Woche auf mehr als 20 Länder aus. Es gab bereits zahlreiche Verletzte und Tote. Der Internetkonzern Google, dem YouTube gehört, sperrte den Zugang zu dem Video in Ägypten, Indien, Indonesien, Libyen und Malaysia, in Afghanistan ordnete die Regierung eine Teilblockade von YouTube an. Auch Russlands Staatsanwaltschaft kündigte an, sie wolle die Verbreitung des Films verbieten lassen.

18.09.2012, 09:51
AG/red
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