Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
18.08.2017 - 03:39
Foto: AFP

Googles neuer Sicherheitschef ist Österreicher

20.04.2015, 11:25
Datendiebe, Saboteure und informationshungrige Geheimdienste: Der neue Sicherheitschef des Internetkonzerns Google hat es mit einer großen Zahl an potenziellen Gegnern zu tun. "Als Sicherheitsexperte fühle ich mich niemals ganz wohl", sagte der Österreicher Gerhard Eschelbeck in seinem ersten Interview seit seinem Amtsantritt vor einigen Wochen.

Er habe ein "starkes Team" und Google besitze "die richtigen reaktiven und proaktiven Verteidigungsmechanismen". Internetsicherheit sei "natürlich ein ständiger Wettlauf; entscheidend ist, wie viel man voraussehen kann", sagte Eschelbeck. Hier sieht sich der Chef der rund 500- köpfigen Google- Sicherheitsabteilung in einer guten Ausgangslage. "Die Größe unserer IT- Infrastruktur erlaubt es uns, die verschiedenen Bedrohungen zu untersuchen, zu analysieren und zu verarbeiten und dann vorherzusagen, was noch kommt", erläuterte Eschelbeck.

Google identifiziert gefährliche Websites

Er sei zuversichtlich, dass Google die Fähigkeit habe, neue Angriffe "zu identifizieren, bevor sie eine Bedrohung werden, sie zu stoppen und sie vom Eindringen in unser Netzwerk abzuhalten". Unter anderem identifiziere das Unternehmen monatlich rund 50.000 gefährliche Internetseiten sowie weitere 90.000, die sich auf das sogenannte Phishing spezialisiert haben, also das Ausspionieren beispielsweise von Passwörtern durch das Vorspiegeln von Vertrauenswürdigkeit.

Eschelbeck hatte bereits als Student ein Start- up gegründet, das schließlich vom IT- Sicherheitsunternehmen McAfee gekauft wurde, und arbeitete später für weitere Branchengrößen wie Sophos und Qualys. Nach zwei Jahren bei einer Sicherheitsfirma im britischen Oxford kehrte er nun für Google ins Silicon Valley zurück.

Eschelbeck hofft auf mehr Verschlüsselung

Sicherheit und Privatsphäre sind für Eschelbeck kein Gegensatz. Seiner Überzeugung nach gebe es bei diesen Feldern "mehr Überlappungen als Unterschiede". Google habe in Fragen der Sicherheit privater Daten bereits "enorme Anstrengungen" unternommen, betonte er. In diesem Punkt wird aber immer wieder Kritik an dem Internetgiganten laut. Unter anderem bemängelt etwa der in Deutschland für Google zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, dass das Unternehmen sich die Möglichkeit vorbehält, Daten aus verschiedenen seiner Dienste zu umfangreichen Nutzerprofilen zu kombinieren.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP machte sich Eschelbeck für mehr Verschlüsselung stark. "Ich hoffe, dass eines Tages sämtlicher Datenverkehr im Internet verschlüsselt ist", sagte er. Schließlich schicke ja auch niemand einem Freund einen Brief "in einem durchsichtigen Umschlag". Er verwies darauf, dass Google nach und nach die sogenannte Zwei- Faktor- Authentifizierung einführt, bei der neben einem Passwort auch ein stets neu generierter Code eingegeben werden muss. In fünf Jahren werde das Anmelden bei einem Nutzerkonto im Netz mit lediglich einem Passwort der Vergangenheit angehören, zeigte sich Eschelbeck überzeugt.

20.04.2015, 11:25
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum