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22.08.2017 - 09:49
Foto: AP

Google warnt Japan jetzt vor Erdbeben und Tsunamis

07.03.2013, 12:17
Der Suchmaschinenriese Google hat seinen "Public Alerts"-Katastrophenmeldungsdienst, der bislang nur in den USA funktioniert hat, auf Japan ausgedehnt. Zu diesem Zweck ist der Internetkonzern eine Kooperation mit japanischen Behörden eingegangen. Durch die neue Google-Funktion sollen die Menschen dort künftig direkt in Google-Services wie Google Maps oder der Google-Suche über aufkommende Bedrohungen informiert werden.

Wie der Blog "The Next Web"  berichtet, wurde Googles Katastrophenmeldungsdienst "Public Alerts" in den USA erstmals während des verheerenden Hurrikans "Sandy" im vergangenen Jahr getestet. Die Funktion liefert direkt in der Google- Suche, Google Maps und anderen Google- Diensten Informationen über die kommende Bedrohung. Ein Klick reicht, um alle Details über eine Naturkatastrophe, etwa ein Erdbeben, einen Tsunami oder einen Hurrikan, zu erfahren.

Menschen informieren sich bei Katastrophen online

Bei fast 5.000 Erdbeben pro Jahr sei es für die japanische Bevölkerung sehr wichtig, alle Informationen über eine solche Katastrophe schnell zur Hand zu haben. Aus der eigenen Forschung wisse man, dass die Menschen im Katastrophenfall online gehen, um mehr über die Bedrohung zu erfahren, heißt es in einem Blog- Eintrag  von Google.

Der neue Dienst warnt direkt in der Google- Suche vor kommenden Naturkatastrophen. Steuert beispielsweise ein Tsunami auf Japan zu, so findet die Bevölkerung ab sofort auf Google die Ankunftszeiten, die Wellenhöhen und einen Link zu weiteren Informationen. Auch in Google Maps und anderen Diensten des Suchmaschinenkonzerns sollen die Warnmeldungen rechtzeitig aufscheinen.

Google nutzt Daten der Behörden für "Public Alerts"

Für sein Katastrophen- Warnsystem greift Google auf die Daten der japanischen Meteorologie- Behörde und jene von 14 verschiedenen Städten und Präfekturen zurück. Die Hälfte der an Googles "Public Alerts"- Dienst teilnehmenden Präfekturen liegt in der Tohoku- Region, die vom Riesenbeben 2011 besonders schwer getroffen wurde.

"Wir hoffen, unsere Technologie inklusive Public Alerts wird den Menschen dabei helfen, sich besser auf kommende Krisen vorzubereiten", heißt es in Googles Blog- Eintrag. Google ist allerdings nicht das einzige Internetunternehmen, das einen Katastrophendienst bereit hält. Der Kurznachrichtendienst Twitter bietet mit "Lifeline"  ebenfalls ein Feature, das den Nutzern im Katastrophenfall helfen soll, Twitter- Kanäle mit relevanten Informationen zu finden.

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